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Wolff, H. (Hrsg)

Wettbewerb in der Chirurgie

EUR 20,00 (inkl. MwSt.)

  • 2007, 107 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Broschur
  • ISBN 978-3-922777-87-8
  • Autor: Wolff, H. (Hrsg)

Die 12. Teupitzer Gespräche widmeten sich dem Wettbewerb in der Chirurgie, ein aktuelles aber auch umstrittenes Thema.

Wettbewerb in der Chirurgie, wahrscheinlich nur von wenigen Chirurgen begrüßt, aber viele machen mit und andere lassen es geschehen. Eine strikte Ablehnung wird selten geäußert, man engagiert sich und geht schließlich auch auf den Jahrmarkt.

Wir kennen die seit Jahrzehnten immer wieder erhobene Forderung: Marktwirtschaftliche Prinzipien müssen im Gesundheitswesen verankert werden –, und die Ökonomen lassen uns wissen, dass die Rettung des Gesundheitswesens nur durch den Wettbewerb geschehen kann.

Der Wettbewerb, das Allheilmittel!? Doch in dieser absoluten Aussage darf das schon bezweifelt werden. Auch die verführerischen Sirenengesänge der Wettbewerbsprotagonisten über einen funktionalen, regulierten oder solidarischen Wettbewerb können uns in der kritischen Einschätzung nur bestärken und die folgenden Worte von Rolf Rosenbrock in Erinnerung rufen: „Wettbewerb ist in der Marktwirtschaft das Wetteifern der Einzelnen am Wirtschaftsprozess beteiligten Subjekte mit dem Ziel des größten Gewinns. Einen solidarischen Wettbewerb wird es nicht geben. Bei Strafe des Untergangs ist also das einzelne Wirtschaftssubjekt auf dem glatten Parkett des Wettbewerbs dazu gezwungen, den Eigennutz zur handlungsleitenden Maxime zu machen bis hin zum sozialdarwinistischen Prinzip des „Survival of the fittest“.

Vor Jahren war das Gesundheitswesen noch ein wettbewerblicher Ausnahmebereich, nunmehr wird der Wettbewerb als ein entscheidendes Mittel zur Kosteneinsparung, Effizienzsteigerung und Qualitätsverbesserung gefordert.

Reihe: Teupitzer Gespräche