Konzept zur besseren Bewältigung von Lernstoff entwickelt

Das neu entwickelte Lernkonzept „Meditricks“ soll angehenden Medizinern dabei helfen, komplexe Sachverhalte mit Hilfe von Merkbildern besser zu verstehen und zu behalten. Entwickelt wurde es von den beiden Freiburger Medizinern Paul von Poellnitz und Micheal Seifert, die hierfür vor kurzem ein mit 137 000 Euro dotiertes EXIST-Gründerstipendium vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie erhalten haben. Das Konzept basiert auf visuellen Eselsbrücken, anhand derer Begriffen und Fakten ein emotionales Gesicht gegeben werden soll: So werden beispielsweise Legionellen mit dem Bild eines Legionärs assoziiert oder Enzephalitis mit dem Bild einer Ente. Mittels dieser Assoziationen werden Charaktere aufgebaut, die in unterschiedlichen Bildern und Zusammenhängen immer wieder auftauchen und aus denen sich Geschichten entwickeln. Im Unterschied zum herkömmlichen Lernen bietet das Lernen mit Merkbildern Spaß und Unterhaltung, das Wissen wird dadurch nachhaltiger abgespeichert und ist schneller abrufbar. Inspiriert wurden die beiden Entwickler des Konzepts durch ihr eigenes Medizinstudium, bei dem sie und ihre Mitstudenten teilweise mit abstrusen Eselsbrücken ihre Lerninhalte erarbeitet haben.
Einzelne Comics zu speziellen Themen wie „Schilddrüse“ oder „Porphyrie“ sowie das erste bebilderte Buch zum Thema Antibiotika sind bereits erschienen. Es ist geplant, die Reihe durch weitere Themen beispielsweise aus der Pharmakologie und Infektiologie zu erweitern. Auch an vertonten Videos, die die Lerninhalte leichter vermitteln, wird derzeit gearbeitet. Langfristig sollen die Projekte die Grundlage für eine Lernsoftware darstellen.
meditricks.de