Ex-Ordinarius weiter auf Wanderschaft

Zum 1. April 2017 hat Prof. Dr. med. Andreas Kurth (54) die Fachabteilung für Orthopädie, Unfallchirurgie und Sportmedizin in der Asklepios Klinik Birkenwerder übernommen. Er folgte dort auf Privatdozent Dr. med. Karsten Labs (52), der zu Beginn des Jahres nicht so ganz freiwillig an das Humboldt-Krankenhaus Berlin wechselte. „Es hätte viele Jahre so erfolgreich weitergehen können, doch der Ton hat sich verändert“, sagte Labs, der über einen bundesweit exzellenten Ruf als Experte für den Bewegungsapparat vor allem auch im Leistungssport genießt, bei seinem Abschied. Der Druck auf die Belegschaft werde bei Asklepios immer größer und seine Klinik habe gelitten. Insider hielten den Abgang von Labs für einen herben Verlust, so die Regionalpresse. Ob Kurth das wohl richten kann? Nach Ansicht von Asklepios sei man sehr gut mit ihm aufgestellt. Der Neue war zuletzt gerade mal für ein Jahr Chefarzt in der Klinik für Traumatologie, Orthopädie und Handchirurgie am Klinikum Frankfurt (Oder). Er kommt ursprünglich von der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim in Frankfurt am Main, von wo er 2009 nach Mainz als Professor für Orthopädie und Lehrstuhlinhaber ging. 2013 wurde er dann Chefarzt einer kleinen Fachklinik in Ratingen. 2016 wollte er zunächst an die Regiomedkliniken Neustadt bei Coburg kommen, sagte aber kurzfristig ab und wechselte mit großen Plänen nach Frankfurt (Oder) (siehe CHAZ (2016) 17: 233).