Neue Chefin am St.-Georg-Klinikum Eisenach

Anja Regel (47) hat die Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am St.-Georg-Klinikum Eisenach übernommen. Das Klinikum teilt mit, nun Thüringens einzige Chefärztin im Bereich der Chirurgie zu haben. Regel hat die Nachfolge von Dr. med. Klaus Bickel angetreten, der in den Ruhestand wechselte. Bickel war vor acht Jahren von der Gothaer Helios-Klinik an das Eisenacher Klinikum gewechselt. Regel kommt vom Krankenhaus Friedrichroda, an dem sie seit 2003 arbeitete, zuletzt seit 2007 als leitende Oberärztin, nach Eisenach. Während dieser Zeit erwarb sie ihren zweiten Facharzt zur Viszeralchirurgin mit Hospitationen bei Settmacher am Universitätsklinikum Jena, am Park-Krankenhaus und am Herzzentrum in Leipzig. Sie vertiefte sich in die spezielle Viszeralchirurgie und seit elf Jahren führt sie die Zusatzbezeichnung Proktologie. Sie spezialisierte sich auf Probleme des Beckenbodens, der Stuhlinkontinenz sowie Entleerungsstörungen. Durch ihren reichen Fortbildungs- und Erfahrungsschatz würden nun am St.-Georg-Klinikum Operationen möglich, für die es in Thüringen bisher kaum Angebote gäbe – so etwa minimal-invasive Hämorrhoiden-Operationen. Bei der Stuhlinkontinenz setzt Regel das Sakralnervenschrittmacher-, das GateKeeper-Verfahren oder ein Magnetband ein. Auch bei den laparoskopischen OP-Verfahren und in der akuten Darmchirurgie sei die neue Chefärztin eine Koryphäe. Regel lebt schon seit 15 Jahren in Eisenach und freut sich über den kürzeren Arbeitsweg. Für die im sächsischen Crimmitschau Sachsen geborene Chirurgin waren nach der Schulausbildung die Arbeiter-und-Bauern-Fakultät Halle, die Karls-Universität Prag in Pilsen und die Martin-Luther-Universität Halle die ersten Stationen ihrer medizinischen Ausbildung. Am Hallenser Krankenhaus St. Elisabeth und St. Barbara erlangte sie die Approbation und beteiligte sich am Aufbau einer kurzzeitchirurgischen Station, die sie bis zu ihrem Wechsel 2003 nach Friedrichroda leitete. Seit 2003 besitzt sie auch die Fachkunde Arzt im Rettungsdienst und seit 2004 auch als Leitender Notarzt.