Real-world-Studie: Adalimumab bei nicht infektiöser intermediärer Uveitis, posteriorer Uveitis und Panuveitis

Bei der Hälfte der im Schnitt 42,3 Jahre alten und zu 62% weiblichen Patienten wurde die NIIPPU als idiopathisch klassifiziert, bei 17% lag ein Morbus Behçet vor, bei 9% ein Vogt-Koyanagi-Harada-Syndrom. 80% der Patienten wiesen einen bilateralen Befund auf. Den Endpunkt eines klinisch „ruhigen“ Befundes erzielten 91% der Patienten bei jedem der 4 über das Studienjahr verteilten Untersuchungsterminen. Nebenwirkungen der Therapie wurden bei 9% der Patienten (n=13) registriert, darunter waren 4 Infektionen wie Appendizitis und Meningitis und 3 okuläre Befunde (1 Augenentzündung und 2 Glaukome). Der Anteil der Patienten, die zusätzlich zu Adalimumab eine Steroidtherapie erhielten (lokal, per Injektion oder als Implantat), ging im Beobachtungszeitraum von 32% auf 24% zurück. Bei der Befragung zur visuellen Lebensqualität (VFQ-25) wurde ein durchschnittlicher Anstieg von 72,5 Punkten vor Therapiebeginn auf 88,2 Punkte bei der letzten Untersuchung erzielt.

U. Pleyers Fazit: Patienten mit aktiver NIIPPU wiesen unter Adalimumab-Therapie in der klinischen Praxis eine Verbesserung des okulären Entzündungszustandes, der Lebensqualität sowie der Arbeitsfähigkeit auf. Zum heutigen Zeitpunkt sind dies die ersten Ergebnisse, welche die Effektivität von Adalimumab bei der Verbesserung der Lebensqualität und der Senkung der Gesundheitskosten belegen.

Pleyer U et al (2023) Impact of adalimumab in patients with active non-infectious intermediate, posterior, and panuveitis in real-life clinical practice: HOPE study. Br J Ophthalmol 107: 1892–1899