Exzision von Xanthelasmen mit dem CO2-Laser: hohe Erfolgsrate

Die meisten von ihnen wiesen ein Xanthelasma von Grad 1 auf. Xanthelasmen werden in vier Varianten eingeteilt:

Grad 1: Läsion nur am Oberlid,
Grad 2: Läsion entlang des Oberlids und am medialen Kanthus,
Grad 3: Läsion an der medialen Seite von Ober- und Unterlid,
Grad 4: Diffuse Läsionen, welche die medialen und lateralen Segmente der Ober- und Unterlider betreffen.

Die Endpunkte der Studie waren die Vollständigkeit, mit der ein Xanthelasma beseitigt werden konnte, und die Rezidivrate. Die Effektivität des Lasers war hoch: Die Clearance-Rate bei Xanthelasmen Grad 1 bis Grad 3 lag bei 99%; bei Grad 4 betrug sie immer noch 95%. Die Anzahl der Lasersitzungen, die zur vollständigen Beseitigung einer Läsion erforderlich waren, reichte von 1 bis 7, wobei für 171 Patienten eine einzige Sitzung ausreichte, 109 Patienten benötigten 2 bis 3 Sitzungen und 15 Patienten benötigten mehr als 3 Behandlungen. Die Rezidivraten betrugen 6,5% (Grad 1), 6,3% (Grad 2), 9,1% (Grad 3) und 14,3% (Grad 4, bei einer Größe von maximal 10 cm2, was nur bei einem Patienten zutraf; die 4 Patienten mit einem größeren Areal hatten keine Rezidive).

Während des gesamten zwölfmonatigen Nachbeobachtungszeitraumes wurden drei Komplikationen beobachtet: hypertrophe Narbenbildung bei 13 Teilnehmern (4,4 %), Hyperpigmentierung bei 24 Personen (8,1 %) und Hypopigmentierung bei 25 Patienten (8,5 %). Es gab keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse wie Infektionen oder Schädigungen des Tränenpünktchen.

Das Resümee der Autoren lautet: „Die CO₂-Laserexzision erweist sich als präzise, minimalinvasive und wirksame Behandlung für große Xanthelasma-palpebrarum-Läsionen. Sie bietet erhebliche Vorteile gegenüber herkömmlichen chirurgischen Verfahren und der Laserablation und trägt dazu bei, dass sich die klinische Evidenz zugunsten dieser Technik als bevorzugte Behandlungsoption entwickelt."

Wang D et al (2024) Carbon dioxide laser excision as a novel treatment for large xanthelasma palpebrarum: long-term efficacy and safety. Br J Ophthalmol, online erschienen am 17. September