Triumph der IVOM: Deutlich mehr Diabetiker, aber seltener Rückgang des Sehvermögens durch DMÖ und PDR
Der Anteil der Patienten mit DMÖ und PDR war in der zweiten Dekade (2007 bis 2017), in der die intravitrealen Injektionen eingeführt wurden, stabil oder gar rückläufig, was für eine deutliche Verbesserung bei der Betreuung vor allem von Patienten mit Typ 2-Diabetes mellitus spricht. Insgesamt ging die Inzidenzrate des DMÖ in dieser zweiten Dekade um 40,8%, die der PDR um 65,3% zurück. Aufgrund der starken Zunahme der Anzahl der Diabetiker hatte dies allerdings kaum Einfluss auf die Gesamtzahl der Patienten mit der einen oder der anderen Komplikation. Auf den ophthalmologischen Therapieerfolg weist jedoch dieses Ergebnis hin: Seit Einführung der intravitrealen VEGF-Hemmer ging die Zahl der Patienten mit einer Sehbehinderung durch ein DMÖ um 58,8% und die der Patienten mit einer Sehbehinderung aufgrund einer PDR um 50,8% zurück. Für den Erfolg der Therapie spricht auch diese Zahl aus dem Jahr 2017: Nur 16,8% der wegen eines DMÖ mit intravitrealen Injektionen (im Schnitt 3 im ersten Jahr) behandelten Patienten benötigte im zweiten Jahr weitere Injektionen; bei den wegen PDR mit IVOM behandelten Patienten waren es 14,4%. Der Anteil der Patienten mit DMÖ, die eine Laserbehandlung bekamen sank von 15,8% (2010) auf 10,7% (2017).
Heloterä H, Arffman M, Sund R et al (2024) The incidence and prevalence of diabetic macular edema and proliferative diabetic retinopathy, their progression to visual impairment and patterns in their intravitreal treatment in the Finnish population. Acta Ophthalmol, online erschienen am 24. März
