Glaukom: Mit dem Rauchen aufzuhören senkt das Progressionsrisiko

Die Auswertung ergab, dass bei starken Rauchern mit einem Konsum von 20 und mehr „pack years“ (ein „pack year“bedeutet, dass über ein Jahr jeden Tag eine Packung oder über ein halbes Jahr zwei Packungen geraucht werden) erst nach etwa 25 Jahren Verzicht auf Zigaretten (oder länger) die glaukomatöse Gesichtsfeldprogression wieder jener von Patienten entspricht, die nie geraucht haben. Es ist nach Einschätzung der Autoren die erste Studie, in welcher nachgewiesen wird, dass mit dem Rauchverzicht die Gesichtsfeldprogression bei Menschen mit Offenwinkelglaukom reduziert werden kann – auch wenn sich nicht eindeutig sagen lässt, ab wann genau dieser Effekt eintritt. Unter einem Zeitraum von 25 Jahren jedenfalls war das Risiko, eine Progression zu erleiden, gegenüber Patienten, die nie geraucht hatten, um dem Faktor 2,49 erhöht. Insgesamt war die Intensität des Rauchens mit dem Gesichtsfeldverfall assoziiert und stieg mit jeweils 10 „pack years“ um -0,06 dB pro Jahr.

Mahmoudinezhad G et al (2022) Smoking cessation may reduce risk of visual field progression in heavy smokers.
J Glaucoma 31: 796–803