Prof. Dr. med. Hassina Baraki, MBA (50), wurde zur neuen Chefärztin der Herzchirurgie am Universitätsspital Basel gewählt und zugleich zur Klinischen Professorin für Herzchirurgie der Medizinischen Fakultät der Universität Basel ernannt. Amtsantritt der neuen Ordinaria ist der 1. Oktober 2025. Sie folgt Prof. Dr. med. Friedrich Eckstein nach, der von 2008 bis März 2024 Ordinarius und Chefarzt der Herzchirurgie am Universitätsspital Basel war. Seither ist er in der Herzchirurgie der Hirslanden Klinik in Aarau als Belegarzt tätig und war am Aufbau des Programms für minimal-invasive Herzchirurgie beteiligt. Im September 2025 übernimmt Friedrich Eckstein die kommissarische Leitung der Klinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Augsburg. Aktuell leitet noch der stellvertretende Chefarzt Prof. Dr. med. Oliver Thomas Reuthebuch die Baseler Klinik kommissarisch. Prof. Dr. med. Hassina Baraki studierte in Göttingen und absolvierte ihr praktisches Jahr u.a. an der Tulane University in New Orleans. Die gebürtige Afghanin wurde in Hannover 2008 mit einer Arbeit zur „Frozen Elephant Trunk“-Technik promoviert. An der Medizinischen Hochschule Hannover war Baraki ab 2003 zunächst als Assistenzärztin, später als Oberärztin beschäftigt. Es folgten Stationen an den Universitätsklinika Magdeburg sowie Göttingen, wo sie seit 2017 als leitende Oberärztin, Stellvertreterin des Klinikdirektors und Bereichsleiterin für Herzchirurgie arbeitet – 2019 wurde sie dort auf eine W2-Professur für Minimalinvasive operative Herzmedizin berufen. Sie habilitierte sich 2017 mit einer Arbeit zur intramyokardialen Transplantation bioartifiziellen Gewebes in Magdeburg. Ergänzt wurde ihre medizinische Laufbahn durch ein MBA-Studium in Hannover sowie verschiedene Fortbildungen im In- und Ausland. Wissenschaftlich fokussiert sich Hassina Baraki auf die Entwicklung und Anwendung minimalinvasiver herzchirurgischer Verfahren. Weitere Schwerpunkte sind die Geweberegeneration nach Myokardinfarkt, moderne Techniken der Herzklappenchirurgie und der Einsatz bildgebender Verfahren zur präzisen Operationsplanung. Für ihre Arbeiten wurde sie u.a. mit dem Dr.-Rusche-Forschungspreis der Deutschen Stiftung für Herzforschung gemeinsam mit der DGTHG ausgezeichnet. In Basel will Hassina Baraki die herzchirurgische Versorgung mit individualisierten, schonenden Eingriffen weiterentwickeln. Geplant sind eine stärkere interdisziplinäre Zusammenarbeit sowie der gezielte Ausbau translationaler Forschung an der Schnittstelle zwischen Klinik und Wissenschaft.
