Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie hat die Medizinische Universität Lausitz – Carl Thiem (MUL – CT) Anfang Juli 2025 vier Führungspersonen des Universitätsklinikums mit der Würde einer außerplanmäßigen Professur ausgezeichnet. Damit würdige die Universität deren langjähriges und außergewöhnliches Engagement in Forschung, Lehre und im Aufbau universitärer Strukturen im Zuge der Gründung des neuen Universitätsklinikums in der Lausitz. In seiner Eröffnungsrede betonte Prof. Dr. med. Dr. phil. Dr. h.c. mult. Eckhard Nagel, Vorstandsvorsitzender der MUL – CT, den hohen Stellenwert dieser Würdigung: „Es ist uns eine besondere Ehre, die außerplanmäßige Professur gleich viermal an Chefärztinnen und Chefärzte aus den eigenen Reihen zu vergeben.“ Die außerplanmäßige Professur ist ein Ehrentitel, der gemäß § 63 Brandenburgisches Hochschulgesetz für herausragende wissenschaftliche Leistungen nach der Habilitation verliehen wird. An der MUL – CT ist sie zudem mit einer langfristigen Lehrverpflichtung verbunden und sie spiele eine zentrale Rolle im Aufbau des Humanmedizin-Studiengangs. Einer der vier frischgebackenen Professoren ist Chefchirurg Privatdozent Dr. med. Rainer Kube, der 2009 die Chirurgische Klinik in Cottbus von seinem Lehrer Prof. Dr. med. Ingo Gastinger übernommen hat und diese seither leitet. In seiner Antrittsvorlesung rückte Rainer Kube den Nutzen klinischer Beobachtungsstudien für die Qualität chirurgischer Versorgung in den Mittelpunkt – ein Anliegen, das ihn bereits seit seiner Habilitation 2010 an der Universität Magdeburg begleitet. Als weitere Maßnahme wurde Kubes Chefarztvertrag verlängert. Mit der Verleihung der apl. Professuren setze die MUL – CT den eingeschlagenen Kurs des rasanten Aufbaus universitärer Strukturen fort. Im zurückliegenden Jahr wurden zentrale Ordnungen wie die Habilitations- und Promotionsordnung verabschiedet, Berufungsverfahren für W3-Professuren angestoßen und erste Lehrflächen auf dem Campus bestimmt. Der Modellstudiengang Humanmedizin ist in Vorbereitung – mit einem Curriculum, das auf aktives, interprofessionelles Lernen und frühe Forschungsorientierung setzt.
