Dortmund-West: Sebastian Seitz folgt auf Klaus Schmidt als neuer Cheforthopäde

Sebastian Seitz

Zum 1. April 2025 gibt es am Katholischen Krankenhaus Dortmund-West einen Chefarzt-Wechsel in der Orthopädie – eine Koryphäe geht, die nächste kommt: Prof. Dr. med. Sebastian Seitz (50) ist der Nachfolger für Privatdozent Dr. med. Klaus Schmidt (66), der in den Ruhestand wechselt. Seitz leitet fortan die Klinik für Orthopädie, Rheumaorthopädie und Unfallchirurgie an dem Haus in Dortmund-Kirchlinden. Die gegenseitige Freude ist groß. Seitz ist glücklich, dass er zukünftig in der Stadt arbeiten kann, wo sich der Lebensmittelpunkt seiner Familie befindet. Und, Schmidt und seine Klinik sind für Seitz schon lange ein Begriff. Wohnortnähe und traditionsreiche Orthopädie, das passt für ihn. Seit 2003 hatte Klaus Schmidt die Chefposition bekleidet und sich als orthopädischer Chirurg einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Auch Sebastian Seitz hat Chefarzterfahrung, seit 2016 aus der Klinik für Orthopädie am Klinikum Hochsauerland, die seit 2024 am Karolinen-Hospital Arnsberg-Hüsten konzentriert wurde. Seitz ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit den ZB Spezielle Orthopädische Chirurgie und Orthopädische Rheumatologie, was mit den Schwerpunkten seines Vorgängers absolut übereinstimmt. Der dreifache Familienvater Seitz, mit einer Gynäkologin verheiratet, hat die Arnsberger Klinik über die letzten neun Jahre aufgebaut und geleitet. Er hat in Marburg, dort wurde er 2002 promoviert, und an der Münchner TU studiert, mit Auslandsaufenthalten in USA und Südafrika. In München startete er 2002 seine Ausbildung an der LMU zunächst bei Wolf Mutschler in der Unfallchirurgie am Innenstadt-Klinikum und ging 2005 zu Volkmar Jansson in die Orthopädie nach Großhadern. 2006 wechselte ans UKE Hamburg, dort habilitierte er sich 2010. Anschließend war er bis zum Antritt der Chefarztstelle 2016 in Arnsberg Oberarzt der Klinik für Orthopädie und Orthopädische Rheumatologie in Bad Bramstedt. Seitz ist u.a. für seine innovative Herangehensweise bekannt. Die beidseitigen, minimalinvasiv durchgeführten Hüftoperationen, möchte er auch in Kirchlinden anbieten. Der Patient muss das natürlich wollen, wir überreden niemanden, sagt Seitz. Auch müssen Alter und die Vorerkrankungen passen. Das gelte noch mehr für den gleichzeitigen beidseitigen Kniegelenkersatz. Den großen Stellenwert der Endoprothetik im Katholischen Krankenhaus Dortmund-West, das gleichzeitig Endoprothetik-Zentrum ist, möchte er fortführen und ausbauen. Besonders wichtig sei ihm die minimalinvasive Chirurgie mit kleinen Zugangswegen. Aktuell werden jährlich etwa 650 Endoprothesen in der Dortmunder Klinik eingesetzt. Weitere Schwerpunkte sollen die Sportorthopädie und die arthroskopische Chirurgie werden. Seitz stellt sich beispielsweise die Betreuung von Sportvereinen vor. Dabei spielten auch Ersatztherapien eine Rolle, bei der nicht gleich das komplette Gelenk ersetzt werden müsse. Schwerpunkt bleiben soll auch das zweite Standbein seines Vorgängers Schmidt, die orthopädische Rheumatologie. Dafür strebt er Kooperationen mit niedergelassenen Rheumatologen und Rheumatologischen Kliniken an. „Zwischendurch“ kommt Seitz auch seinem Lehrauftrag in Hamburg nach – 2017 wurde er dort außerplanmäßiger Professor. Der orthopädische Chirurg, in Oer-Erkenschwick aufgewachsen, treibt viel Sport. Vor allem fährt er gerne Rad, aus Zeitgründen manchmal auch auf dem Heimtrainer. Einmal im Jahr unternimmt er mit einer Gruppe aus Kollegen eine Alpen-Radtour. Ferner spiele er Tennis und Fußball – nur hobbymäßig – mit Rücksicht auf die Gelenke.