Am 27. Januar 2025 verstarb im Alter von 80 Jahren Prof. Dr. med. Emmeran Gams in Oberhaching, Ortsteil Oberbiberg. Er wurde am 14. April 1944 in dem benachbarten oberbayrischen Dietramszell geboren und studierte später in München, wo er 1971 promoviert wurde. Seine berufliche Laufbahn begann er 1971 an der Chirurgischen Universitätsklinik München (LMU). 1972/73 führte ihn ein DFG-Stipendium nach Seattle, anschließend begann er am neu eröffneten Deutschen Herzzentrum München die Facharztausbildung für Chirurgie, die er an der Medizinischen Hochschule Hannover fortsetzte. Emmeran Gams kehrte dann nach München zurück, und wechselte 1988 mit Prof. Dr. med. Siegfried Hagl als dessen Leitender Oberarzt an die Herzchirurgie der Universität Heidelberg. 1990 wurde ihm der Ernst-Derra-Preis der DGTHG verliehen. Von Heidelberg aus wurde er als Nachfolger von Prof. Dr. med. Kurd Stapenhorst an die Universität des Saarlandes im Klinikum Homburg berufen, wo er von 1991 bis 1995 Direktor der Abteilung für Thorax- und Herz-Gefäßchirurgie war. 1995 folgte er dem Ruf der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf als Nachfolger von Prof. Dr. med. Wolfgang Bircks, wo er bis zu seiner Emeritierung im August 2009 Direktor der Klinik für Thorax- und Kardiovaskularchirurgie war. Neben seinen chirurgischen Aufgaben hat er sich im Rahmen seiner Rektoratsaufgaben als langjähriger Prorektor für Finanzen und Planung auch stark für die Belange der Düsseldorfer Universität eingesetzt, wofür er 2004 mit der Medaille der Universität ausgezeichnet wurde. Auch seine Fachgesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) trauert um ihr langjähriges und verdientes Mitglied und wird Emmeran Gams ein würdiges Andenken bewahren.
