Prof. Dr. med. Dipl.-Inf. Felix C. Popp (52) hat am 1. März 2025 seine Tätigkeit als neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie im Klinikum Emden aufgenommen. Er ist Nachfolger von Prof. Dr. med. Gernot Kaiser, FACS, der im Januar 2024 in Emden gestartet war und von dem sich das Klinikum im Laufe des ersten Jahres wieder vertraglich löste – Kaiser arbeitet zwischenzeitlich als Oberarzt an der Universitätsklinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Klinikum Oldenburg und verantwortet dort klinische Forschung und Lehre sowie den Schwerpunkt Leberchirurgie. Demgemäß ist die auch mitunter von der Lokalpresse verbreitete Argumentation, die Verpflichtung des neuen Chefarztes Popp sei eine Folge der geplanten Zentralklinik und seine Tätigkeit in Emden hätte somit auch etwas mit dem Bau der Zentralklinik in Uthwerdum zu tun, absolut irreführend. Der Schwerpunkt des neuen Chefchirurgen Popp liegt in der Tumorchirurgie mit Fokus auf Darm und Pankreas – er gilt als sehr erfahrener Chirurg mit Expertise in der robotergestützten Chirurgie. Mit einer zukunftsorientierten Personalentwicklung mache das Klinikum Emden kontinuierlich große Schritte in Richtung Zentralklinik, teilt man mit. Nachdem gerade auch die Gefäßchirurgie mit eigener Leitung unter Dr. med. Alexander Zapenko neu besetzt wurde, ist mit Felix C. Popp auch die Chefposition Chirurgie wieder in geordneten Bahnen. Der gebürtige Münchner Popp studierte nach einem Informatikstudium in Erlangen, das er 1996 abschloss, Medizin in Hannover und wurde dort 2005 promoviert. Seine chirurgische Facharztweiterbildung machte er bei Hans J. Schlitt am Universitätsklinikum Regensburg – auch verfügt er über die ZB Spezielle Viszeralchirurgie. Dort war er von 2004 bis 2013 tätig, 2012 habilitierte er sich bei Schlitt und wechselte 2013 wechselte als Oberarzt mit Christiane Bruns an die Chirurgische Universitätsklinik nach Magdeburg. Drei Jahre später mit ihr dann an das Universitätsklinikum nach Köln, wo sie die Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Thorax- und Transplantationschirurgie sowie den Kölner Lehrstuhl übernahm. Zuletzt war Popp in Köln geschäftsführender Oberarzt, leitete das Darmzentrum und das Zentrum für klinische Studien von chirurgischer Seite. Zudem war er Netzwerkkoordinator des viszeralonkologischen Zentrums und Ansprechpartner für die DKG-Zertifizierung. Popp engagiert sich auch leidenschaftlich für den chirurgischen Nachwuchs. In Emden reize ihn besonders die Aufgabe, die Viszeralchirurgie in Richtung Maximalversorgerniveau zu entwickeln. Hierzu werde er eng mit der Emdener Gastroenterologie sowie den Auricher Fachabteilungen Innere Medizin und Chirurgie zusammenarbeiten. Wissenschaftlich widmet sich Popp der patientenorientierten personalisierten Medizin. Anstelle von standardisierten Behandlungen möchten die Chirurgen in Emden künftig auf individuell angepasste Therapien setzen. Popp, der sich schon immer für das Meer begeisterte, freut sich auf seine neue Aufgabe und damit den Menschen in Ostfriesland maßgeschneiderte Therapiekonzepte nach modernsten Standards anzubieten.
