Prof. Dr. med. Hanns-Peter Knaebel, MBA, Chirurg und ehemaliger Vorstandsvorsitzender von Medizintechnikunternehmen wie etwa der B.Braun-Tochter Aesculap AG von 2009 bis 2017 in Tuttlingen oder der Mannheimer Röchling-Gruppe von 2017 bis 2021, übernimmt zum Jahresbeginn 2026 den Vorstandsvorsitz beim Verbund der Universitätsklinika Heidelberg (UKHD) und Mannheim (UMM). Mit der Personalwahl hat man sich bereits aus dem Fenster gelehnt und Knaebel verpflichtet, obwohl noch der baden-württembergische Landtag und der universitäre Aufsichtsrat zustimmen muss. Die Universitätsmedizin Mannheim wird eine Tochter des landeseigenen UKHD. Hanns-Peter Knaebel, der Erfahrungen aus der universitären Medizin und besonders aus medizintechnischen Unternehmen mitbringt, ist mit Heidelberg eng verbunden. Trotz seiner noch nicht „freigeschalteten“ Position ist Knaebel schon vor Ort, sondiert die Lage, führt erste Gespräche und hat sich großen Teilen der Mitarbeitenden bereits vorgestellt. Als Vorstandsvorsitzender wird er den künftigen Verbund aus UKHD und UMM leiten. Die maßgeblichen Entscheidungen dazu stehen in den nächsten Wochen an. Da der Verbund in jedem Falle zum 1. Januar 2026 an den Start gehen muss, nutzt Knaebel schon die Zeit, um sich einzuarbeiten. Er wird in seiner neuen Funktion die Gesamtverantwortung für die enge Zusammenarbeit tragen und vor allem für die medizinisch-strategischen Belange zuständig sein, ließ das baden-württembergische Staatsministerium im Juli 2025 durchblicken. Der Vorstand des Verbundes soll aus sechs Mitgliedern bestehen. Hanns-Peter Knaebel, 1968 in Stuttgart geboren und in Esslingen aufgewachsen, hat in Ulm und Tübingen studiert. Er wurde 1995 in Ulm promoviert und war anschließend als Assistenzarzt in der Chirurgischen Klinik am Universitätsklinikum Heidelberg bei den chirurgischen Ordinarien Christian Herfarth und Markus W. Büchler tätig. Knaebel war am Aufbau des Klinischen Studienzentrums Chirurgie sowie des Studienzentrums der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie an der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg beteiligt. Er habilitierte sich 2006 an der medizinischen Fakultät in Heidelberg und gehört seither dem Lehrkörper der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg an. Im selben Jahr erwarb er einen MBA an der Universität Salzburg. 2010 wurde er zum außerplanmäßigen Professor ernannt und war über zwölf Jahre hinweg externes Mitglied im Heidelberger Universitätsrat. Als langjähriger Vorsitzender dieses Gremiums erfolgte 2024 die Aufnahme in den Kreis der Heidelberger Ehrensenatoren. Nach Beendigung seiner Engagements in den unternehmerischen Vorstandsgremien war Knaebel ab 2022 vor allem als Strategie-, Management- und Unternehmensberater auch international aktiv. Hanns-Peter Knaebel hat sich bereits seit Jahren vorausschauend für die Verbundlösung Heidelberg-Mannheim eingesetzt. Durch seine umfangreichen Erfahrungen aus den Unternehmen und besonders der Universitätsmedizin in Baden-Württemberg – er war auch Mitglied im Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Freiburg und im Hochschulrat der Hochschule Furtwangen – ist Hanns-Peter Knaebel geradezu prädestiniert für die Leitungsaufgabe im neuen Verbund der Universitätsklinika im Dreiländereck in der Metropolregion Rhein-Neckar.
