Hemer: Siri Sophie Wiesmann leitet neue Fachabteilung für Endokrine Chirurgie mit Ulrich Mittelkötter

Siri Sophia Wiesmann, Ulrich Mittelkötter © A. Haak, DGD Hemer

Zum 1. Juni 2025 hat die DGD Stadtklinik Hemer ihre chirurgische Versorgung neu strukturiert: Mit der Gründung einer eigenständigen Fachabteilung für Endokrine Chirurgie und integriertem Zentrum für Schilddrüsenerkrankungen soll die Spezialisierung dazu konsequent ausgebaut werden. Chefärztin der Endokrinen Chirurgie ist Dr. med. Siri Sophia Wiesmann, unterstützt durch Prof. Dr. med. Ulrich Mittelkötter, seit Juli 2024 Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie in Hemer. Bislang war die Endokrine Chirurgie in der Allgemein- und Viszeralchirurgie integriert. Mit der eigenständigen Abteilung unterstreiche man die zunehmende Bedeutung einer hochspezialisierten, interdisziplinären Versorgung. Die Doppelspitze bringe exzellente Expertise mit. Siri Sophia Wiesmann will die endokrine Chirurgie mit Mittelkötters Unterstützung auf- und ausbauen. Wiesmann sei seit über zehn Jahren auf endokrine Chirurgie spezialisiert und gelte als anerkannte Expertin für die Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie, so die Stadtklinik in ihrer sehr ausführlichen Mitteilung. Gemeinsam mit Mittelkötter leitete sie bereits ein zertifiziertes Kompetenzzentrum für Schilddrüsen- und Nebenschilddrüsenchirurgie in Unna. Beide sind in der CAEK (Chirurgische AG Endokrinologie) engagiert. Mit der neuen Abteilung entstehe das einzige spezialisierte Zentrum für Endokrine Chirurgie in einer Region zwischen Wuppertal und Marburg, womit man eine bedeutende medizinische Funktion habe. Die zentrale Rolle des neuen Zentrums zeige sich in der engen Verzahnung mit Zuweisern, entsprechenden Fachärzten und dem Universitätsklinikum Bochum – ein interdisziplinäres Netzwerk, das künftig auch durch strukturierte Tumorboards ergänzt werde. Siri Sophia Wiesmann studierte in Münster und wurde dort 2005 promoviert. Ihre chirurgische Ausbildung absolvierte sie u.a. bei Prof. Dr. med. Waldemar Uhl an der Chirurgischen Universitätsklinik im St.-Josef-Hospital Bochum und war anschließend mit aufsteigender Verantwortung bei U. Mittelkötter in Unna tätig. Seit 2011 ist sie Fachärztin für Allgemeine Chirurgie, seit 2020 für Viszeralchirurgie. Ihre Motivation und Faszination für die Endokrine Chirurgie sieht sie im enormen Einfluss der hormonproduzierenden Organe auf den gesamten Körper, in den feinen Strukturen, der exakten Präparation unter Lupenbrille und der schnellen Rekonvaleszenz. Als Ziele nennt sie eine DGAV-Zertifizierung in Hemer und langfristig die Etablierung moderner Verfahren wie etwa der Radiofrequenzablation. Die neue Aufgabe bedeutet für sie zugleich Rückkehr in die Heimat – sie ist in Menden aufgewachsen. Sie freue sich auch darauf, mit dem Kollegium etwas Neues zu gestalten und voneinander zu lernen. Mittelkötter beschreibt gar die Endokrine Chirurgie als „Königsdisziplin“, weil Einfluss auf die hormonellen Körpersteuerungen genommen werde und die technischen Aspekte der Operationen die höchste Anforderungsstufe für Operierende darstelle. Die endokrine Chirurgie gehöre in die Hände speziell ausgebildeter Chirurgen und könne nicht nebenbei durch einen Allgemein- oder normalen Viszeralchirurgen betrieben werden.