Im Beisein des Homburger OB Michael Forster wurde am 5. November 2025 am Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) das neue Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie (ZOUKS) feierlich eröffnet. Die Kliniken für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie sowie die für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie bündeln unter dem Leitmotiv „Spitzenmedizin für ein Leben in Bewegung“ in dem neuen Zentrum ihre Kompetenzen, um noch zielgerichteter behandeln zu können, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen und die Spezialisierung auszubauen. „Besonders komplexe orthopädische Krankheitsbilder und schwierige Verletzungen können im ZOUKS nun noch gezielter und effektiver behandelt werden“, erklärte Prof. Dr. med. Jennifer Diedler, die Neurologin ist Ärztliche Direktorin und Vorstandsvorsitzende des UKS und wechselt zum Jahresbeginn 2026 zur Inselgruppe nach Bern, im Rahmen der Eröffnung. „In der gemeinsamen Fachgesellschaft arbeiten die Orthopädie und die Unfallchirurgie seit geraumer Zeit eng zusammen. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit werden wir im ZOUKS nun in allen Punkten, von der Grundlagenforschung über Klinische Studien bis hin zu technischen Innovationen, ausbauen und somit Spitzenforschung für ein Leben in Bewegung betreiben“, erklärte Prof. Dr. med. Matthias Hannig, Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität des Saarlandes. „Auch die Studierenden, die sich am Ende ihres Studiums für ein Praktisches Jahr in der Orthopädie und Unfallchirurgie entscheiden, werden von der interdisziplinären Zusammenarbeit profitieren, die in der fachärztlichen Weiterbildung bereits bestens erprobt ist.“
Fächerübergreifende Versorgung mit individuellen Therapien. Im Juli 2025 waren die Klinik für Orthopädie und orthopädische Chirurgie unter Leitung von Prof. Dr. med. Stefan Landgraeber und die Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Emmanouil Liodakis mit dem Aufbau des Zentrums gestartet. Die beiden Direktoren des neuen Zentrums hatten seither die Versorgungsstrukturen überarbeitet, Einsatz- und Dienstpläne neu aufgesetzt und Synergien geschaffen. Vor allem die fachübergreifende Patientenversorgung mit moderner, patientenzentrierter Medizin dabei im Fokus: So etwa bei Erkrankungen oder Verletzungen des Bewegungsapparates eine Beckenfraktur mit einliegender Endoprothese, die sowohl die Unfallchirurgie als auch die Orthopädie betreffen. Solche Verletzungen könne man nun noch besser und zielgerichteter in ihrer ganzen Komplexität behandeln – von der Erstdiagnose über eine mögliche Operation bis hin zur Nachsorge, erklärt Stefan Landgraeber. In interdisziplinären Fallbesprechungen tauschen sich die Teams regelmäßig aus und entwickeln individuelle Therapien. Jeder Patient wird von absoluten Spezialisten eines Fachgebiets betreut und das garantiert noch mehr Sicherheit und Komfort in allen Phasen der maßgeschneiderten Behandlung auf medizinisch höchstem Niveau“, sagt Emmanouil Liodakis.
Vorteile durch die gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Neben der verbesserten Versorgung bei komplexen Krankheitsbildern soll das ZOUKS zukünftig auch mehr Service durch eine effizientere Nutzung von Ressourcen bieten. So müssen zahlreiche Strukturen nicht mehr doppelt vorgehalten werden und es soll im ZOUKS eine gemeinsame Ambulanz geben – mit deutlich ausgeweiteten Servicezeiten. Synergien ergeben sich auch bei Einkauf und Nutzung von hochmodernen medizinischen Spezialgeräten. Auch die OP-Kapazitäten werden künftig gemeinsam effizienter und gemanagt. Es sich neue berufliche Perspektiven für viele der rund 230 Beschäftigten. Sie können sich im jeweils anderen Fachbereich weiterbilden, mehr Erfahrungen sammeln und sich auf neue Aufgaben spezialisieren. Das UKS verfügt für die Orthopädie und Unfallchirurgie über ein hochmodern ausgestattetes Simulationshospital, das Studierende sowie Fachpersonal aus ganz Europa für ihre Aus- und Weiterbildung gleichermaßen nutzen. Schon jetzt sind beide Fachbereiche gefragte Experten und Ausbilder. Etwa als zertifiziertes „Education Center“ für Schulter- und Ellenbogenchirurgie oder als internationales Trainingszentrum für die Arthroskopie von Kniegelenken und Hüfte. Mit weiteren Zertifizierungen soll das Angebot unter dem Dach des neuen Zentrums zukünftig ausgebaut werden.
TV-Bericht des SR vom 5.11.2025. Video Dauer: 00:39:30 | SR Fernsehen © SR

