In memoriam Klaus Schönleben (1942–2025)

Klaus Schönleben © privat

Prof. Dr. med. Klaus Schönleben, langjähriger Chefarzt der Chirurgischen Klinik am Städtischen Klinikum Ludwigshafen und ehemaliger Präsident der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie (DGCH), ist am 25. Oktober 2025 im 84. Lebensjahr nach einem langen Leiden verstorben. Klaus Schönleben wurde am 5. März 1942 in Nürnberg geboren. Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums in Fürth mit Abitur 1962, startete er noch im gleichen Jahr sein Medizinstudium in Erlangen, das er 1969 mit Staatsexamen abschloss. 1969 wurde er auch promoviert und heiratete seine Frau Dr. med. Ulrike Schönleben – aus der Ehe gingen drei Kinder hervor. Schönlebens Doktorvater war Prof. Dr. med. Hermann Bünte, dem er später nach Münster folgen sollte. Nach der Medizinalassistenten-Zeit in Kulmbach und Coburg erhielt Schönleben 1970 seine Approbation und wurde wissenschaftlicher Assistent bei Prof. Dr. med. Gerd Hegemann an der Chirurgischen Universitätsklinik Erlangen. Zum September 1973 erfolgte der besagte Wechsel mit Hermann Bünte an die Chirurgische Universitätsklinik nach Münster in Westfalen. Bei ihm schloss er seine Ausbildung ab und wurde 1975 Facharzt für Chirurgie – zugleich habilitierte er sich im Folgejahr. Schönleben war 1976 zu einem mehrwöchigen Studienaufenthalt in Minneapolis, Minnesota, USA – bereits 1979 konnte er schon einmal in die USA nach Englewood, New Jersey. Nach seiner Habilitation wurde er 1976 zum Allgemeinchirurgischen Oberarzt und 1979 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Ebenfalls 1979 erwarb er den Facharzt für Gefäßchirurgie und 1981 zum Leitenden Oberarzt der Chirurgischen Klinik ernannt. In Münster betreute er etwa zwanzig Doktorarbeiten. Im März 1983 erfolgte der große Wechsel an das Klinikum der Stadt Ludwigshafen am Rhein, wo Klaus Schönleben als Direktor der Chirurgischen Klinik Nachfolger von Prof. Dr. med. Heinz Gelbke wurde. Diese Position bekleidete er bis ins Jahr 2007. Klaus Schönleben präsidierte 1996 die Vereinigung Mittelrheinischer Chirurgen und deren Tagung in Ludwigshafen – später wurde er zum Ehrenmitglied ernannt. Zur Jahrtausendwende im Amtsjahr 2000/2001 war Klaus Schönleben Präsident der DGCH und in seiner Amtszeit konnte die Gesellschaft wieder in das Berliner Langenbeck-Virchow-Haus einziehen. Der 118. Kongress der DGCH 2001 in München unter dem Motto „Panta rhei“ (alles fließt), wird sicher vielen noch durch Schönlebens vorzügliche Präsidentenrede in Erinnerung sein. Bemerkenswert war auch seine nahezu prophetische Prognose zur technischen Entwicklung der Chirurgie, ob minimalinvasiv, robotergestützt, Telemedizin und anderer Aspekte! 2005 ernannte die DGCH Schönleben zum Senator auf Lebenszeit. Lange Jahre war Klaus Schönleben in der Schriftleitung der Zeitschrift Chirurgische Praxis aktiv, später auch im Beirat der Chirurgischen Allgemeinen Zeitung (CHAZ). 2001 konnte beim 118. Chirurgenkongress erstmals gemeinsam mit dem Kaden Verlag eine tagesaktuell vor Ort produzierte Kongresszeitung erscheinen, die nicht zuletzt durch den Support des Präsidenten Klaus Schönleben ein voller Erfolg wurde. 2004 war Schönleben einer der Mitbegründer und Mitglied im Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung Ludwigshafen, wo er sich zeitweise auch als Vorstandssprecher engagierte. Klaus Schönleben war ein Sympathieträger, geprägt durch sein fränkisches Naturell, wie auch durch sein stets zuvorkommendes und freundliches Wesen. nk