Iserlohn: Lukas Niggemann geht nach Streit mit Mitarbeitern – Trägerinterne Lösung mit Markus Walz aus Menden

Lukas Niggemann © privat

Markus Walz © KKiMK

Dr. med. Lukas Niggemann (56) war seit Februar 2024 Chefarzt der Abteilung Unfallchirurgie am St.-Elisabeth-Hospital Iserlohn und hat das Haus kürzlich nach Querelen mit seinen Mitarbeitern schon wieder verlassen. Lukas Niggemann war vor seiner Position in Iserlohn ab 2022 Leitender Oberarzt in der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie im Ev. Krankenhaus Oberhausen, wo er auch die Leitung des Departments für Unfallchirurgie bekleidete. Der Facharzt für Spezielle Unfallchirurgie und Orthopädie war davor Leitender Oberarzt im Knappschaftskrankenhaus Bochum, wo er nach seinem Studium in Marburg und Göttingen die längste Zeit tätig war. 2012 wurde er in Bochum promoviert. In Bochum erweiterte er sein Spektrum sukzessive vom Facharzt bis hin zum Leitenden Oberarzt. Der dreifache Familienvater, gebürtig aus dem Iserlohner Stadtteil Letmathe im Sauerland, arbeitete ferner im Knappschaftskrankenhaus Dortmund, Marien-Hospital Witten und im Städtischen Klinikum Dortmund. Zurück in der Heimat folgte das nun bittere Ende. Der Krankenhaus-Verbund Katholische Kliniken im Märkischen Kreis (KKiMK) hat als Träger-interne Lösung ab Oktober 2025 Dr. med. Markus Walz zusätzlich die Leitung der Unfallchirurgie in Iserlohn übertragen. Walz ist seit Frühjahr 2022 Chef der Orthopädie und Unfallchirurgie am St.-Vincenz-Krankenhaus Menden, auch ein Haus des KKiMK. Walz stammt gebürtig aus Berlin, ist in Wuppertal aufgewachsen. Der verheiratete Vater dreier Kinder hat sich früh in der Orthopädie und Unfallchirurgie engagiert und war ab 1999 an verschiedenen Stationen in Nordrhein-Westfalen tätig, wurde dann aber 2015 am Kreiskrankenhaus Schrobenhausen Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie. Bei seinem Beginn in Menden beschwor er schon die Potentiale einer Zusammenarbeit der Fachrichtungen innerhalb der KKiMK an den Standorten Iserlohn und Menden. Walz ist v.a. in der Endoprothetik beheimatet und hat in seiner vorherigen Klinik ein EPZ mit dreistelligen Eingriffszahlen pro Jahr erfolgreich aufgebaut. Er ist Experte und Auditor für „Zentren der Alterstraumatologie“, was unter seiner Leitung jetzt auch in Menden zusammen mit der Geriatrie entsteht. Konflikte enden bei KKiKM auch mal in einer Chefarztflucht. Der Vorgänger von Walz, Dr. med. Hans-Joachim Neuhaus, hatte 2022 der Standort Menden wegen unterschiedlicher Auffassungen über die Entwicklung der Abteilung ebenfalls verlassen und ist als leitender Oberarzt an die Stadtklinik Hemer gewechselt, wo er zwischenzeitlich auch Ärztlicher Direktor ist.