Leipzig: Robert Stöhr ist neuer Chefarzt der ZNA am St. Georg

R. Stöhr © Klinikum St. Georg, A. Prager

Seit 1. Juli 2024 ist Dr. med. Robert Stöhr (47) neuer Chefarzt der Zentralen Notaufnahme am Klinikum St. Georg in Leipzig. Er ist Nachfolger von Dr. med. Jochen Pega, von dem sich das Haus nach einem längeren Trennungsprozess verabschiedet hat. Seit Anfang 2024 hatte Privatdozent Dr. med. Lars Hüter als Chefanästhesist die ZNA kommissarisch geleitet. Robert Stöhr ist Facharzt für Chirurgie und auch Facharzt für Anästhesiologie mit den Zusatzbezeichnungen Notfallmedizin und Klinische Akut- und Notfallmedizin. Zusätzlich hat er eine Ausbildung als Leitender Notarzt. Der Leipziger Stöhr gilt als zentrale Figur in der Leipziger Notfallmedizin – er war zuvor in der Helios Klinik Schkeuditz, im Klinikum Borna sowie im Evangelischen Diakonissenkrankenhaus Leipzig tätig und hat eine lange Erfahrung im Rettungsdienst als Notarzt und als Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Landkreises Leipzig. Seit 2014 schon war er Ärztlicher Leiter der Interdisziplinären Notaufnahme am Leipziger Diakonissenkrankenhaus. Seine Tätigkeit als stellvertretender Ärztlicher Leiter der „Integrierten Regionalleitstelle Leipzig“ und die Mitarbeit in den notfallmedizinischen Gremien Sachsens manifestieren seine fachliche Expertise. Die Notfallversorgung befinde sich derzeit in einem Reformprozess. Stöhr soll auf Wunsch der Geschäftsführung den Ausbau des neuen Notfallzentrums maßgeblich mitgestalten, das perspektivisch eines der größten und modernsten in Sachsen sein werde. Der neue Chef will „eine lückenlose Notfallbehandlung sicherstellen“ und die Notfallversorgung insgesamt verbessern. Es gehe um eine transparente, offene Kommunikation zur Versorgung der Patienten. Mit Stöhr möchte man wieder langfristig in ruhiges Fahrwasser kommen. Der Abschied von seinem Vorgänger, der Mitte 2021 ans St. Georg gekommen war und dem man gut zwei Jahre später kündigte, landete vor den Arbeitsrichtern.