Taiwan: Chirurgen aus Dortmunder Robotik-Zentrum präsentieren innovative Roboter-assistierte Chirurgie auf internationalem Kongress

Prof. Dr. med. Heiner Wolters (li) und Dr. med. Selami Usta (re) vom St.-Josefs-Hospital Dortmund, mit Prof. Dr. Cheng-Ming Peng von der taiwanesischen National Chung Cheng University in Taichung. © SLG St. Paulus

Nicht aus dem großen Dortmunder Klinikum haben zwei Chirurgen Mitte Oktober 2025 der Einladung von Professor Dr. Cheng-Ming Peng, dem international anerkannten Chirurgen für Roboterchirurgie von der National Chung Cheng University in Taichung, Taiwan, zu einem internationalen Symposium Folge geleistet. Nein, Prof. Dr. med. Heiner Wolters, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie und sein Leitender Oberarzt Dr. med. Selami Usta vom Dortmunder Zentrum für Robotik-Chirurgie im St.-Josefs-Hospital in Hörde, stellten ihre neuesten Ergebnisse zur Roboter-assistierten Single-Port-Chirurgie auf einem internationalen Symposium in Taiwan vor. Dort tauschten sich Expertinnen und Experten u.a. aus Taiwan, Japan, Südkorea, USA und Europa über aktuelle Entwicklungen der minimalinvasiven, robotischen Chirurgie aus. Im Fokus der diesjährigen Präsentation der Dortmunder Chirurgen standen robotisch-assistierte Operationen an Darm und Bauchspeicheldrüse bei Krebserkrankungen, die über nur einen einzigen Zugang zum Bauchraum durchgeführt werden. Dieses Verfahren, robotisch assistierte Single-Port-Technik genannt, gilt als eine moderne Form der minimalinvasiven Chirurgie und wird in der robotisch assistierten in Deutschland bislang nur in wenigen Kliniken, wie dem St. Josefshospital in Dortmund-Hörde, praktiziert. „Die Fortschritte in der Roboter-assistierten Chirurgie ermöglichen immer kleinere Zugänge und gewebeschonendere Eingriffe“, erklärt Heiner Wolters. „In unserem Robotikzentrum können wir komplexe Operationen insbesondere bei Krebserkrankungen über nur einen Zugang durchführen. Das bedeutet weniger Belastung für die Patientinnen und Patienten und eine schnellere Genesung.“ Auch Selami Usta, der die Single-Port-Technik schon vor der Ära der Roboter-assistierten Chirurgie eingesetzt und propagiert hat, betont den Vorteil dieses Zugangs: „Durch die Single-Port-Technik können unsere Patientinnen und Patienten nach größeren Eingriffen deutlich schneller wieder nach Hause entlassen werden. Außerdem bietet diese technische Variante fast narbenfreie Ergebnisse.“ Heiner Wolters und Selami Usta sind regelmäßig auf internationalen Kongressen vertreten, um über ihre Erfahrungen mit minimalinvasiven, roboter-assistierten Operationen zu berichten. Ihr Engagement trägt dazu bei, den Patientinnen und Patienten aus Dortmund und der weitere Region modernste Medizin auf internationalem Spitzenniveau anzubieten. __ T. Lau/nk