Das Klinikum Wilhelmshaven hat mit Dr. med. Lüder Herzog (59) einen neuen Chefarzt der Zentralen Notaufnahme (ZNA). Der achtfache Vater und dreifache Großvater kenne sich mit Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit bestens aus. Genau diese zwei Eigenschaften, seien im Rollenverständnis des Mediziners von zentraler Bedeutung, weiß die Wilhelmshavener Zeitung zu berichten. Entsprechende Erfahrungswerte kann der erfahrene Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin und weiteren Spezialkenntnissen zur Genüge vorweisen. In der Vergangenheit bekleidete Herzog bereits verschiedene Führungspositionen, zuletzt die des Chefarztes an der ZNA der Helios Klinik Cuxhaven. Nach einer internationalen Ausbildung, die ihn nach Regensburg, Kyŏngju in Südkorea (TCM), Dublin, Boston, München und Heidelberg führte – promoviert wurde er 2002 mit 37 Jahren in Hamburg – war Herzog in schon mehreren führenden Kliniken in Deutschland tätig. So war er etwa als Oberarzt in der Unfallchirurgie und Leiter der INA am Klinikum Dresden-Neustadt oder am Alfried-Krupp-Krankenhaus Essen-Rüttenscheid tätig. Dabei hat er sich nach über fünfzehn Jahren Tätigkeit beim MDK Sachsen inzwischen auf die Notfall- und Unfallmedizin spezialisiert. Darüber hinaus war er auch erfolgreicher Leistungssportler, Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und ist Mitglied bei Mensa, dem größten Verein für Hochbegabte in Deutschland. Nun freut sich Herzog auf die inzwischen vierte große Herausforderung in seiner zuletzt gefundenen beruflichen Nische, nach Stationen in Dresden, Essen und Cuxhaven, und geht diese Aufgabe am Klinikum Wilhelmshaven laut eigener Aussage mit „großer Motivation“ an. Er freue sich besonders über die hervorragenden strukturellen Voraussetzungen und das extrem motivierte Team, zitiert ihn die Lokalpresse. „Gemeinsam wollen wir die ZNA noch stärker ins Haus integrieren, unsere Steuerungsfunktionen ausbauen und als respektierter Dienstleister für die anderen Abteilungen fungieren.“ Eine Verkürzung der Liegezeiten, die strukturierte Abverlegung sowie die effiziente Filterung und Versorgung der Patienten hat sich Herzog zum Ziel gesetzt. Zudem müssten die systembedingten Überlastungen im Gesundheitswesen, die sich gerade in der Notaufnahme zeigen, klar formuliert und andressiert werden, um die Situation zu verbessern. Das gemeinsame Ziel sei es, die ZNA am Klinikum weiterzuentwickeln und die Patientenversorgung auf höchstem Niveau zu gewährleisten.
