Wolf Lagrèze erhält Elfriede-Aulhorn-Preis 2025

Prof. Dr. med. Wolf Lagrèze (Freiburg) wurde beim DOG-Kongress für die Erstautorenschaft der Publikation „Safety and efficacy of erythropoietin for the treatment of patients with optic neuritis (TONE): a randomised, double-blind, multicentre, placebo-controlled study“ mit dem Elfriede-Aulhorn-Preis 2025 ausgezeichnet, der von der Gesellschaft zur Förderung der neuro-ophthalmologischen Forschung e. V. gestiftet wurde. In der prämierten klinischen Studie untersuchten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen die Sicherheit und Wirksamkeit des Zytokins Erythropoietin bei Patienten mit Optikusneuritis. Das Ergebnis: Die Gabe von Erythropoietin verursachte keinen nachweisbaren Vorteil bei der Wiederherstellung der Sehbahn nach einer Sehnervenentzündung. Laut Jury haben W. Lagrèze und sein Team damit einen wichtigen Beitrag zur Translation der Neuroprotektionsforschung und klinischem Wissen geleistet. Die Publikation bringe mehr Klarheit in die therapeutischen Aspekte der Optikusneuritis und die dazugehörigen psychophysischen und strukturellen Endpunkte.

W. Lagrèzes hat den Lehrstuhl für Neuroophthalmologie und Kinderaugenheilkunde am Universitätsklinikum Freiburg inne. Seit 2004 ist er klinischer Leiter der pädiatrischen Ophthalmologie und der Neuroophthalmologie und leitet seit 2008 außerdem das Zentrum für Orbitaerkrankungen.