Am Klinikum Worms wird zum 1. April 2025 ein neuer Chefarzt das Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie übernehmen. Prof. Dr. med. Christoph Nau (44) kommt vom Universitätsklinikum Frankfurt/Main, wo er zuletzt Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie wie auch der Klinik für Orthopädie war. Christoph Nau bringt umfassende Expertise in der gesamten Unfallchirurgie und Orthopädie mit. Nach seinem Studium der Humanmedizin in Aachen startete Nau seine berufliche Laufbahn 2007 zunächst als Assistenzarzt in der Orthopädischen Universitätsklinik Friedrichsheim und der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikums in Frankfurt. 2014 wurde er dort Oberarzt, 2018 Leitender Oberarzt. Der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie verfügt auch über die ZB „Spezielle Unfallchirurgie“ und „Handchirurgie“ – er ist Vorsitzender der Sektion „Skeletal Trauma“ der Europäischen Traumagesellschaft ESTES und international sehr gut vernetzt. 2023 erhielt er eine außerplanmäßige Professur der Universität Frankfurt. Christoph Nau freut sich über die berufliche Herausforderung in Worms. „Wir werden das gesamte Spektrum der modernen Unfallchirurgie und Orthopädie anbieten – von der Behandlung der kleinsten Patienten im Bereich der Kindertraumatologie, über Sportverletzungen, der Versorgung komplexer Unfälle bis hin zum künstlichen Gelenkersatz ….“ Mit dem Chefarztwechsel geht auch eine Ära zu Ende: Prof. Dr. med. Jochen Blum, seit 2005 Chefarzt der Klinik für Unfall- und Handchirurgie am Klinikum Worms, hat die unfallchirurgische Versorgung maßgeblich geprägt und zu überregionaler Bedeutung geführt. Unter ihm wurde das Klinikum als Traumazentrum zertifiziert und die unfall- und handchirurgische Klinik 2013 mit der orthopädischen Klinik unter seiner Leitung zum Zentrum für Unfallchirurgie, Orthopädie und Handchirurgie zusammengeführt. Die orthopädische Versorgung wurde ausgebaut. Er verantwortete auch die Zertifizierung der Klinik als EPZ. Neben der Hüft- und Knie-, wurde auch die Schulterendoprothetik etabliert und die Wirbelsäulenchirurgie vertieft. Schon aus seiner Zeit an der Universitätsmedizin Mainz und seiner damit verbundenen Forschung, war er auch bis heute immer wieder international zur Ausbildung junger Chirurgen aktiv. Ein besonderes Anliegen war ihm immer die Versorgung kriegs- und konfliktgeschädigter Kinder zusammen mit dem Friedensdorf und der Wormser Kinderklinik. Als international anerkannter Experte für Musikermedizin betreute Blum eine spezialisierte Sprechstunde, die Künstler aus ganz Europa anzog. Seine außergewöhnliche Doppelqualifikation als ausgebildeter Geigenbauer und renommierter Unfallchirurg machte ihn zu einem gefragten Experten. Als außerplanmäßiger Professor sowohl der Universitätsmedizin Mainz als auch der Hochschule für Musik Frankfurt und Gründungsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Musikphysiologie und Musikermedizin prägt er die Forschung und Lehre auf diesem Gebiet maßgeblich.
