Zi: Anzahl der Augenärzte im Rentenalter steigt

Die Anzahl der aktiven Augenärztinnen und Augenärzte, die mindestens 70 Jahre alt sind, hat sich in den vergangenen 20 Jahren deutlich erhöht. Während 2004 nur 0,3% der Ärzte 70 Jahre oder älter waren, waren es 2024 bereits 3,6% und 2024 sogar 5,9%. Und auch die Zahl von Augenärzten in der Altersklasse 60–70 Jahre ist im selben Zeitraum von 17,9% auf 20,1% und zuletzt auf 24,1% gestiegen. Zeitgleich fehlt es an möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolgern. Laut dem Zentralinstitut kassenärztliche Versorgung (Zi) sind nach den jüngsten Zahlen 89,5 augenärztliche Arztsitze unbesetzt. Die drei Landkreise Kronach in Bayern, der Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz und der Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt gelten bereits als unterversorgt.

Zi: Bei Augenärzten sind Hausarztvermittlungsfälle die Ausnahme

Die viel diskutierte Patientensteuerung spielt im Fall von Augenärzten bislang kaum eine Rolle. Während es laut dem Zi im Jahr 2024 fachübergreifend rund 4,1 Millionen Hausarztvermittlungsfälle (HAFA) gab, wurden nur 2,1% der Patientinnen und Patienten nach festgestellter Behandlungsnotwendigkeit von ihrem Haus- oder Kinderarzt an eine Augenarztpraxis vermittelt. In diesen Fällen wird der Termin von der jeweiligen Hausarzt- oder Kinderarztpraxis organisiert und den Patienten dann mitgeteilt. 2024 haben 65% der Augenärzte mindestens einen HAFA abgerechnet, im Schnitt wurden 12,6 HAFA pro Augenarzt abgerechnet.