Sklerotherapie für alle Formen der Varikose ratsam

Die Prävalenz von C2–C6 Varizen beträgt hierzulande in der erwachsenen Bevölkerung etwa 15–60 Prozent, je nach Altersklasse [1–3]. Ätiopathologisch scheinen neben genetischer Disposition, Alter und Geschlecht auch exogene Faktoren eine Rolle zu spielen. Diskutiert werden hier unter anderem Adipositas, körperliche Inaktivität sowie langes Stehen und Sitzen im Beruf, die auf jeden Fall alle bestehenden Symptome verschlimmern. Da es sich bei der Varikose um eine progrediente Erkrankung handelt, ist – unabhängig von der Kausalität – ein präventivmedizinisches Vorgehen sinnvoll.
Mit der Sklerotherapie steht ein bewährtes Verfahren zur Therapie von Varizen zur Verfügung, das bei den unterschiedlichsten Patientengruppen und allen Schweregraden erfolgreich angewendet werden kann. Bei ästhetisch störenden Besenreisern und retikulären Varizen gilt die Flüssigsklerosierung seit Langem als First-Line-Treatment, während die ultraschallgesteuerte Schaumsklerosierung auch die Behandlung großkalibriger Varizen und Stammvenen revolutioniert und zu einer weltweiten Anwendung geführt hat [4–5].
Da die Sklerotherapie minimal-invasiv ist, ohne Anästhesie auskommt und keinen Krankenhausaufenthalt erfordert, bietet sie sich besonders für adipöse, gesundheitlich vorbelastete sowie hochbetagte Patienten an. Die Tatsache, dass die Patienten sofort nach der Behandlung ihre alltäglichen Aktivitäten wieder aufnehmen können und sich sogar bewegen sollen, trägt zusätzlich dazu bei, eine längere Immobilität und daraus resultierende Thrombosegefahr zu verhindern. Bei alledem ist die Sklerotherapie wirksam und auch langfristig gut verträglich, so dass sie bei Bedarf jederzeit erneut zum Einsatz kommen kann [6–11].

1. Rabe E, et al (2003) Bonner Venenstudie der Deutschen Gesellschaft für Phlebologie. Epidemiologische Untersuchung zur Frage der Häufigkeit und Ausprägung von chronischen Venenkrankheiten in der städtischen und ländlichen Wohnbevölkerung. Phlebologie 32: 1–14 | 2. Robert-Koch-Institut (2009) Venenerkrankungen der Beine. Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Heft 44 | 3. Rabe E, et al (2010) Epidemiologie chronischer Venenkrankheiten. In: Diagnostik und Therapie der Varikose. Springer, Berlin. | 4. Rabe E, et al. (2012) Leitlinie: Sklerosierungsbehandlung der Varikose. Phlebologie 41: 206–213 | 5. Rabe E, et al (2014) European Guidelines for sclerotherapy in chronic venous disorders. Phlebology 29: 338–354 | 6. Rigby KA, et al (2004) Surgery versus sclerotherapy for the treatment of varicose veins. Cochrane Database Syst Rev 4: CD004980 | 7. Rasmussen LH, et al (2011) Randomized clinical trial comparing endovenous laser ablation, radiofrequency ablation, foam sclerotherapy and surgical stripping for great saphenous varicose veins. Br J Surg 98: 1079–1087 | 8. Peterson JD, et al (2012) Treatment of reticular and telangiectatic leg veins: double-blind, prospective comparative trial of polidocanol and hypertonic saline. Dermatol Surg 38: 1322–1330 | 9. Shadid N, et al (2012) Randomized clinical trial of ultrasound-guided foam sclerotherapy versus surgery for the incompetent great saphenous vein. Br J Surg 99: 1062–1070 | 10. Zhang J, et al (2012) Efficacy and safety of Aethoxysklerol® (polidocanol) 0.5%, 1% and 3% in comparison with placebo solution for the treatment of varicose veins of the lower extremities in Chinese patients (ESA-China Study). Phlebology 27: 184–190 | 11. Brittenden J, et al (2014) A randomized trial comparing treatments for varicose veins. N Engl J Med 371: 1218–1227

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