Neuer EBM erst ab 2019

20.04.2017

Bereits vor vier Jahren trat die erste Stufe der Weiterentwicklung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) in Kraft, bei der unter anderem die neue Pauschale zur Förderung der fachärztlichen Grundversorgung neu aufgenommen wurde.

Bis zum 1. Juli 2017 sollte ursprünglich eine weitere Änderung in Kraft treten. Dieser Termin wurde nun nach einem gemeinsamen Beschluss von KBV und GKV-Spitzenverband verschoben. Der neue Plan sieht vor, dass der Bewertungsausschuss bis Ende September 2018 alle neuen Änderungen beschließt, so dass der neue EBM ab Anfang Januar 2019 gelten kann. Die Verschiebung wurde durch die Komplexität der Überprüfung des aktuellen EBM nötig. Zudem soll die Anpassung auf einer möglichst aktuellen Datengrundlage basieren und daher die Kostenstrukturerhebungen der Praxen, die das Statistische Bundesamt im Herbst 2017 veröffentlichen wird, mit einbeziehen.

Der neue EBM soll das Leistungsspektrum der Praxen sowie den veränderten Versorgungsbedarf der Versicherten besser abbilden. So sollen Leistungen einzelner Fachgruppen aus den Pauschalen herausgenommen und wieder einzeln vergütet werden und die bestehenden Gebührenordnungspositionen angepasst werden. Zudem soll die betriebswirtschaftliche Kalkulationsmethode weiterentwickelt werden, nach der die Vergütung sämtlicher Leistungen berechnet wird.

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