Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp (67), hat seine Positionen als Ärztlicher Direktor und Geschäftsführer des BG Klinikums Unfallkrankenhaus Berlin (ukb) und die Funktion als Geschäftsführer Medizin (CMO) im Klinikverbund der BG Kliniken nach über vierzig Jahren in Diensten der BG aus Altersgründen beendet – als Ordinarius für Unfallchirurgie der Universität Greifswald wurde er bereits vor einem Jahr emeritiert (wir berichteten). Seit dem 1. Juli 2025 widmet sich Axel Ekkernkamp nun mehr seinen anderen vielfältigen Ämtern, Aufgaben und Interessen – ruhig wird es um ihn sicher nicht. Als CMO im Mutterkonzern der BG Kliniken wird Axel Ekkernkamp seit Anfang Juli 2025 durch Prof. Dr. med. Paul A. Grützner (63) aus Ludwigshafen ersetzt. Grützner ist wie sein Vorgänger Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und blickt auf eine langjährige Karriere am BG Klinikum Ludwigshafen zurück, dem er auch künftig als Ärztlicher Direktor erhalten bleibt. Grützner war Präsident der beiden orthopädisch-unfallchirurgischen Fachgesellschaften und ist Mitglied des Lehrkörpers der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. Bei den BG Kliniken haben Ekkernkamp und Grützner seit Gründung des Mutterkonzerns der BG-Kliniken 2016 im Medizinischen Beirat und weiteren Gremien zusammengearbeitet und u.a. Aufbau und Weiterentwicklung der Medizinstrategie des Unternehmens verantwortet. Ekkernkamp: „Paul Grützner gehört fachlich und menschlich unbestreitbar zu den Großen in der Unfallchirurgie. Er ist mir sowohl Freund als auch geschätzter Kollege und ich wüsste meine Aufgaben bei den BG Kliniken in keine besseren Hände zu legen.“ Die zuletzt veränderte Sicherheitslage aufgrund globaler Herausforderungen durch militärische Konflikte, Pandemien und Naturkatastrophen spielen zukünftig eine besondere Rolle. Grützner: „Wir leben in unsicheren Zeiten und es ist nicht zuletzt Axel Ekkernkamp zu verdanken, dass die BG Kliniken auch den Herausforderungen kommender Jahre zuversichtlich entgegenblicken können.“ Das strategische Fundament der Kliniken bildet das sog. Integrative Versorgungsmodell, das eine Fokussierung der Unternehmensgruppe auf ihren gesetzlichen Kernauftrag in Verbindung mit strategischen Partnerschaften beschreibt. Neben der seit 2019 bestehenden Zusammenarbeit mit den Bundeswehrkrankenhäusern, sind Universitätsklinika von zentraler Bedeutung, mit denen bereits in Berlin, Duisburg-Essen und Tübingen und zukünftig auch in Halle, Frankfurt, Hamburg, sowie Kooperationen bspw. in Heidelberg, eine intensivere Vernetzung vorgesehen ist. Als UKB-Geschäftsführer macht Christian Dreißigacker (56), der auf dieser Position bislang mit Ekkernkamp zusammenarbeitete, zukünftig alleine weiter.
Die Erben: Paul A. Grützner im Konzern, Georg Osterhoff und Christian Dreißigacker im ukb
Nachfolger Ekkernkamps als Ärztlicher Direktor am ukb ist seit 1. Juli 2025 Prof. Dr. med. Georg Osterhoff (44), der wie zuvor schon Ekkernkamp dort die Leitung der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie bekleidet. Letztere Funktion beinhaltet zugleich eine Professur für Traumatologie der Charité Universitätsmedizin Berlin – eine Berufung gemeinsam mit dem ukb. Vonseiten der Charité ist die Professur dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie (CMSC) im CharitéCentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie zugeordnet. Die gemeinsame Berufung ist die zweite von bislang drei geplanten Berufungen, die mit der Kooperationsvereinbarung von Charité und ukb im Mai 2022 beschlossen wurden. Osterhoff ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und war zuletzt Stellvertretender Bereichsleiter der Unfallchirurgie, Geschäftsführender Oberarzt sowie Leiter des Sarkomzentrums der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie des UK Leipzig (UKL). Der gebürtige Münchner glaubt an eine Medizin, die Forschung und Versorgung vereint. Das ukb stehe für die hochspezialisierte Behandlung und Rehabilitation schwerverletzter und berufserkrankter Menschen, die Charité für exzellente Forschung und Lehre. Diese Kombination biete eine einmalige Chance, die allen Beteiligten zu Gute kommen werde. Zu den klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkten von Osterhoff gehören auch die Therapie osteoporotischer Frakturen und die Alterstraumatologie. Lehre und ärztliche Nachwuchsförderung ihm sehr am Herzen. Georg Osterhoff studierte in Leipzig, wo er 2009 promoviert wurde. Nach einem Jahr als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am UKL absolvierte er bis 2013 die Weiterbildung zum Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie am Universitätsspital Zürich und der Universitätsklinik Balgrist. 2015 habilitierte er sich in Zürich. Nach Stationen als Oberarzt und Clinical Fellow in Zürich und Vancouver kam er 2018 als Oberarzt an die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Plastische Chirurgie am UKL – Geschäftsführender Klinikdirektor ist dort Prof. Dr. med. Christoph-Eckhard Heyde.
