Die beiden maßgeblichen Initiatoren zu einer Vereinigung von Orthopädie und Unfallchirurgie, Prof. Dr. med. Dr. h.c. Axel Ekkernkamp aus Berlin und Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Joachim Grifka aus Regensburg, wurden im Oktober 2025 im Rahmen des Jahreskongresses 2025, dem Deutschen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie DKOU 2025 in Berlin, zu Ehrenmitgliedern der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) ernannt und für ihre Verdienste um diese Entwicklung ausgezeichnet. Die Aktivitäten von Axel Ekkernkamp und Joachim Grifka führten zu der Gründung der DGOU als Knotenpunkt der bis 2008 getrennten Fachgesellschaften für Orthopädie und Unfallchirurgie. Orthopädie und Unfallchirurgie behandeln dasselbe Organsystem. Deutschland und einige deutschsprachige Länder bildeten mit dieser Trennung international eine Ausnahme. Die enge Kooperation der beiden traditionsreichen Gesellschaften – Orthopädie (gegründet 1907) und Unfallchirurgie (gegründet 1922) – habe den Weg für eine moderne, gemeinsame Aus- und Weiterbildung geebnet. Heute zählt die DGOU über zehntausend Mitglieder und gehört zu den größten medizinischen Fachgesellschaften Deutschlands. Der amtierende DGOU-Präsident Prof. Dr. med. Christoph Lohmann aus Magdeburg würdigte die beiden Kongresspräsidenten aus dem Jahr 2008, die mit ihrem damaligen Leitthema „Gemeinsam die Zukunft gestalten“ genau den Nagel auf den Kopf getroffen hatten. Beide haben teilweise gemeinsame Wurzeln und habilitierten sich an der Ruhr-Universität Bochum: Axel Ekkernkamp 1992 und Joachim Grifka 1993 – auch wurden beide 1997 zu apl. Professoren an der Ruhr-Universität Bochum ernannt. Axel Ekkernkamp war von 1997 bis Mitte 2025 Direktor der Klinik für Unfallchirurgie des Unfallkrankenhauses Berlin und von 1999 bis Mitte 2024 ordentlicher Professor und Lehrstuhlinhaber für Unfallchirurgie an der Universität Greifswald – Joachim Grifka von 2000 bis 2024 Lehrstuhlinhaber für Orthopädie der Universität Regensburg und Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie der Universität Regensburg am Standort Asklepios Klinikum Bad Abbach.
