Blepharoplastik – Unterstützung der Lokalanästhesie mit Hyaluronidase

Blepharoplastiken zählen zu den am häufigsten durchgeführten Eingriffen in der ästhetischen Chirurgie. In einer Patientenumfrage der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie waren Augenlidkorrekturen im Erfassungszeitraum 2016/2017 die beliebtesten ästhetisch-plastischen Operationen [1]. Die Gründe hierfür können sowohl funktionell als auch kosmetisch bedingt sein. Ersteres ist zum Beispiel der Fall, wenn die über dem Lidrand hängende Lidfalte das Blickfeld einschränkt (Ptosis) oder es in der Lidfalte häufig zu Entzündungen kommt [2]. Die operativen Bedingungen können optimiert werden, wenn das Lokalanästhetikum, beispielsweise Lidocain, zusammen mit Hyaluronidase (Hylase® „Dessau“) appliziert wird [6]. Das Enzym Hyaluronidase spaltet kurzzeitig die im Bindegewebe vorhandene Hyaluronsäure. Der daraus resultierende gewebeauflockernde Effekt (Spreading Effekt) sorgt für eine größere Durchlässigkeit des Bindegewebes, so dass gemeinsam mit der Hylase verabreichte Wirkstoffe, wie beispielsweise das Lokalanästhetikum, tiefer ins Gewebe eindringen können [3]. Setzt man dem Lokalanästhetikum Hyaluronidase zu, lässt sich der Wirkeintritt in Bezug auf eine maximal zu anästhesierende Hautfläche beschleunigen und der schmerzunempfindliche Bereich vergrößern [4]. Die Infiltration des Operationsgebiets ermöglicht eine leichtere Präparation im Lidbereich [5], und die Operationsbedingungen werden so deutlich verbessert. Auch das Operationsergebnis fällt durch den Zusatz von Hyaluronidase erfahrungsgemäß besser aus und die Patienten leiden weniger an intra- und postoperativen Schmerzen [6].

1.  DGÄPC-Statistik 2017
2.  Emmerich (2016) Ophtalmologische Nachrichten (Sonderdruck)
3.  Fachinformation Hylase® „Dessau“ 150 I.E., Stand: November 2018
4.  Wohlrab J, et al (2012), Plast Reconstr Surg
5.  Fratila A (2014) Bildatlas Lidchirurgie, 1. Auflage, KVM – Der Medizinverlag
6.  Fratila A (2013) Ästhetische Dermatologie

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