Coburg: Sebastian Schölch beerbte Bernhard Leibl als Chefchirurg

Bernhard Leibl, Georg Breuer, Sebastian Schölch (v.li.) © Sana

In Coburg findet in der Chirurgie aktuell ein Generationenwechsel statt: Am 1. Juni 2026 hat Prof. Dr. med. Sebastian Schölch, FEBS, FACS, die Leitung der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie übernommen. Der langjährige Chirurgiechef Prof. Dr. med. Bernhard Leibl, seit 2004 am Haus, wechselt Ende Juni 2026 in den Ruhestand – im Laufe des Monats Juni gestalten die beiden Chirurgen einen nahtlosen Übergang, ein Zeichen für Kontinuität und Verlässlichkeit am Klinikum. Bernhard Leibl hinterlässt ein starkes Erbe: Unter seiner Führung entwickelte sich die Klinik am ehemaligen ‚Landkrankenhaus Coburg‘ zu einem hochkarätigen überregionalen Pfeiler der medizinischen Versorgung mit moderner Technik und onkologischer Exzellenz. Leibl blickt mit Zufriedenheit auf seine Zeit am Sana Klinikum Coburg zurück. Er übergebe in hervorragende Hände, was ihm die Gewissheit gebe, dass die Patienten auch künftig exzellent versorgt sein werden. Sebastian Schölch will mit universitärer Erfahrung und breiter viszeralchirurgischer Expertise die roboterassistierte Chirurgie strategisch ausbauen, die onkologische Spitzenversorgung stärken und den klinisch-wissenschaftlichen Austausch fördern – stets mit Fokus auf das Patientenwohl. Sebastian Schölch bringt ein außergewöhnliches wissenschaftliches und klinisches Profil mit nach Coburg. Zuletzt war er in Mannheim bei Prof. Dr. med. Christoph Reißfelder an der Chirurgischen Klinik der UMM im Verbund der Universitätskliniken Heidelberg-Mannheim für die Allgemein- und Endokrine Chirurgie zuständig, ferner Leiter der Nachwuchsforschungsgruppe „Translationale Chirurgische Onkologie" am DKFZ Heidelberg. Als außerplanmäßiger Professor für Chirurgie der Universität Heidelberg steht er für auch die Verbindung zu Spitzenforschung und Lehre. Er ist Facharzt für Viszeralchirurgie mit den ZB Spezielle Viszeralchirurgie, Notfallmedizin und Ernährungsmedizin. Schölch zu seiner neuen Aufgabe: „Das Sana Klinikum Coburg bietet eine hervorragende Grundlage: ein starkes Team, eine hochmoderne Infrastruktur und eine Region, der ich mit meiner Arbeit wirklich etwas zurückgeben kann. Ich möchte die Abteilung durch einen erweiterten Einsatz der robotischen Chirurgie, einen starken Fokus auf onkologische Exzellenz und einen engen Austausch mit den Kolleginnen und Kollegen in Klinik und Forschung weiterentwickeln.“ Ein zentrales Entwicklungsfeld ist fortan der strategische Ausbau der roboterassistierten Chirurgie – ein entsprechendes System ist in Coburg bereits erfolgreich im Einsatz. Schölch gilt als ausgewiesener Experte, um damit das Indikationsspektrum für die Allgemein- und Viszeralchirurgie gezielt erweitern und bei komplexen Krankheitsbildern eine noch präzisere, schonendere operative Versorgung zu ermöglichen. Schölch stammt gebürtig aus Buchen im Odenwald (*1982) und studierte in Heidelberg, wo er 2010 promoviert wurde. Hier startete er an der Chirurgischen Universitätsklinik bei Prof. Dr. med. Markus W. Büchler seine Laufbahn und wechselte 2013 zu Prof. Dr. med. Jürgen Weitz an die Chirurgische Klinik der TU Dresden, bei dem er sich 2017 habilitierte. 2018 wechselte Schölch mit Christoph Reißfelder von Dresden nach Mannheim, wo er bis zuletzt als Oberarzt und Sektionsleiter tätig war.