Die Fusion der Sana Kliniken Duisburg und des Evangelischen Krankenhauses Bethesda wird langsam konkret: Seit Anfang August 2026 leitet Prof. Dr. med. Simon Schimmack (48) die Allgemein- und Viszeralchirurgie beider Standorte, die glücklicherweise in „Laufweite“ voneinander zu erreichen sind. Nach Abschluss der Fusion der Sana Kliniken Duisburg und des Evangelischen Krankenhauses Bethesda sollen auch die Teams zusammengeführt werden – der Umzug nach Wedau ist zunächst für Ende 2027 geplant. Schimmack ist der erste Chefarzt, der Verantwortung an beiden Standorten trägt, teilt Sana mit. Die Aktion wird sicherlich auch die Unsicherheit bei Patienten und Zuweisern dämpfen, die in den letzten Monaten verschiedentlich aufkam und auch Thema in den Medien war. Durch die Veränderungen soll die Zusammenarbeit weiter vertieft und die Versorgung im Süden der Stadt gesichert werden. Simon Schimmack, im Bethesda seit September 2022 Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, hat jetzt zusätzlich die Leitung der gleichnamigen Klinik in den Sana Kliniken in Duisburg-Wedau übernommen. Er folgt auf Prof. Dr. med. Stefan Hosch (66), der von 2007 bis Ende 2019 Direktor der Chirurgischen Klinik I am Klinikum Ingolstadt war, Anfang 2020 nach Duisburg kam und nun in den Ruhestand wechselt. Hosch, bisher in Wedau verantwortlich, verlasse die Klinik nach Erreichen des Rentenalters und für eine neue berufliche Herausforderung auf eigenen Wunsch, so Sana. Ziel der neuen Regelung sei eine leistungsstarke chirurgische Versorgung und für die Patienten solle sich erstmal nichts ändern, sagt Simon Schimmack: „Die chirurgischen Teams bleiben an beiden Standorten bestehen und auch künftig wird in beiden Kliniken operiert. Das chirurgische Angebot in Wedau bleibt unverändert bestehen. Der Schwerpunkt im Bethesda liegt dank unseres zertifizierten Krebszentrums weiterhin auf der großen onkologischen Chirurgie, u.a. bei Eingriffen an Bauchspeicheldrüse, Leber und Darm.“ Darüber hinaus umfasse das Spektrum die endokrine Chirurgie, die Roboter-assistierte Chirurgie sowie die Therapien im Rahmen eines zertifizierten Onkologischen Zentrums. Die Zusammenführung erfolge erst, wenn die notwendigen logistischen sowie infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen sind. Wenn es so weit sei, werde das Bethesda-Team nach Wedau umziehen, natürlich den Spirit mitnehmen und sich mit den Kollegen in den Sana Kliniken gemeinsam hochmotiviert weiterentwickeln. Sobald es Umzugspläne gebe, würden diese bekanntgegeben. Mit der Doppelverantwortung eines Chefarztes treibe man die medizinische Integration beider Häuser voran – ein weiterer wichtiger Schritt zur Fusion. Die Sana Kliniken Duisburg sind ein Maximalversorger mit 550 Betten. Mit 17 Fachabteilungen, 3 Instituten, einem angeschlossenen MVZ und 1600 Mitarbeitenden behandelt man jährlich etwa 22000 Patienten stationär und 60000 ambulant. Träger sind zu 99 Prozent die Sana Kliniken AG und zu 1 Prozent die Stadt Duisburg.
