Erfurt: Chirurgiechef Jörg Pertschy nach 24 Jahren im Ruhestand – Arne Koscielny kommt im Mai ans KKH

Jörg Pertschy © KKH Erfurt

Annähernd ein Vierteljahrhundert prägte Dr. med. Jörg Pertschy (66) die Klinik für Allgemein-, Visceral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Katholischen Krankenhaus St. Nepomuk (KKH) in Erfurt – auch als Ärztlicher Direktor war er ein Motor des Hauses. Ende Januar 2026 hat er sich in den Ruhestand verabschiedet. Jörg Pertschy wurde 2002 Chefarzt am KKH – der Schüler von Helmut Wolff machte seine Facharztausbildung an der Berliner Charité und war dann Oberarzt am St.-Marien-Krankenhaus Berlin. 2004 wurde er Ärztlicher Direktor des KKH – dieses Amt hat vor einem Jahr einer der Chefinternisten des Hauses übernommen. Pertschy begleitete den Aufbau des KKH St. Nepomuk nach dem Umzug aus dem Stadtzentrum in den Erfurter Südosten und er habe maßgeblich zum Erfolg Hauses beigetragen. Meilensteine waren 2007 die Zertifizierung des ersten Darmzentrums in Thüringen, aus dem 2019, ergänzt mit dem Schwerpunkt Pankreaskrebs, das zertifizierte Viszeralonkologische Zentrum hervorgegangen ist – die anderen, großteils auch zertifizierten, Zentren wie das Adipositas-, Gefäß-, Schilddrüsen- und das Metabolische Zentrum wurden unter seiner Ägide gegründet und aufgebaut. Seinem Einsatz sei es zu verdanken, dass eine Ambulanz der KV am KKH etabliert werden konnte. Pertschy kann auf insgesamt vierzig arbeitsintensive Jahre zurückblicken, wofür er künftig seine Zeit selbst einteilen darf. – Sein Nachfolger als Chefarzt der Chirurgie wird im Mai 2026 Prof. Dr. med. Arne Koscielny, MHBA (55), ein erfahrener Allgemein- und Viszeralchirurg. Der gebürtige Thüringer studierte in Jena, Oxford und Straßburg – er wurde in Jena 1998 promoviert. In Jena startete er seine Facharztweiterbildung, die er ab 2002 an der Chirurgischen Universitätsklinik Bonn bei Andreas Hirner fortführte und 2006 abschloss. 2009 erwarb er hier auch den Facharzt für Gefäßchirurgie und 2010 wurde er an der Bonner Klinik bei Jörg C. Kalff zum Oberarzt ernannt. 2011 folgte die Habilitation, 2013 erwarb er den Facharzt für Viszeralchirurgie, ZB wie spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie ergänzen sein Portfolio. Von 2019 bis zu seinem Wechsel nach Leipzig war er Leitender Oberarzt in Bonn. Er ist seit Anfang 2020 Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie im St.-Elisabeth-Krankenhaus Leipzig. Bis zu seinem Eintreffen in Erfurt führt der Leitende Oberarzt Dr. med. Volker Weiße die Chirurgie kommissarisch weiter.