Hamm: Ayeni Gilbert Lawong folgt Matthias Kraemer als Chefchirurg an der St. Barbara-Klinik

Matthias Kraemer (re.), Ayeni Gilbert Lawong © St. Barbara-Klinik Hamm

Seit 1. September 2025 ist Dr. med. Ayeni Gilbert Lawong (52) neuer Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der St. Barbara-Klinik Hamm-Heessen. Nach mehr als zwei Jahrzehnten verabschiedete sich Privatdozent Dr. med. Matthias Kraemer in den wohlverdienten Ruhestand. Ayeni Gilbert Lawong bringe neue Impulse für die Zukunft der chirurgischen Versorgung mit nach Hamm. Matthias Kraemer folgte 2004 auf den damaligen Chef der Allgemeinchirurgie Dr. med. Hubert Steinmann und prägte seither mit großem Engagement und fachlicher Expertise die Entwicklung der Klinik. 2009 übernahm er zusätzlich die Allgemeinchirurgie am St. Josef-Krankenhaus Bockum-Hövel. Unter seiner Ägide entstand ein Darmkrebszentrum, das 2010 erstmals durch die Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert wurde. Nach weiteren Zertifizierungen wurde die Klinik zum Referenz- und Kompetenzzentrum in den Bereichen Chirurgische Koloproktologie, Minimalinvasive Chirurgie sowie zum Kompetenzzentrum Hernienchirurgie. Kraemer studierte in Dublin und leistete sechs Monate Pflichtassistenz in England. Promoviert wurde er 1988 in Mainz. Weitere Stationen waren die Universitätsklinika Düsseldorf und Würzburg, wo er sich 2001 habilitierte, sowie Singapur und die DKD Wiesbaden. Mit Ayeni Gilbert Lawong gewinne man einen Chefarzt, der durch hohe chirurgische Kompetenz und klare Ziele für die Weiterentwicklung der chirurgischen Versorgung überzeuge. Nach dem Studium in Aachen, wo er 2002 promoviert wurde, sammelte erste Erfahrungen in Soest und an der Aachener Chirurgischen Universitätsklinik. 2005 wechselte er an das Rhein-Maas-Klinikum Würselen, wo er bis 2010 blieb. Ab 2011 war er an der Raphaelsklinik Münster mit aufsteigender Verantwortung tätig – 2024 fusionierte das Haus mit dem Clemenshospital Münster, wo Lawong seit 2024 Leitender Oberarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie und Leiter des Pankreaszentrums war. Er verantwortete auch die strategische Weiterentwicklung komplexer chirurgischer Abläufe, den Aufbau zertifizierter Behandlungsstandards und die strukturierte Weiterbildung. Auch gelte er als strukturierter, analytischer und zukunftsorientierter Chirurg, heißt es in der Pressemitteilung. Besonders politische Vorgaben zur Leistungsgruppen-Transformation und die Ambulantisierung vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, sehe er als zentrale Herausforderungen und Chancen: Es gehe um die intelligente Verzahnung stationärer und ambulanter Versorgungsformen, damit Patienten auch in Zukunft sicher, qualitativ hochwertig und individuell betreut werden, sagt Lawong. Er verfüge über ein breites Spektrum der allgemeinen und speziellen Viszeralchirurgie inkl. minimalinvasiver Eingriffe bis zur Pankreaschirurgie. Lawong engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich im Gesundheits- und Bildungssektor seines Heimatlandes Kamerun, wo er als Gesundheitsberater eines Franziskanerordens den Aufbau von Kliniken und Gesundheitszentren vor Ort begleitet. Ferner unterstütze er rund 140 Kinder und Jugendliche durch ein eigenes Bildungsprojekt und gebe damit Perspektiven über den medizinischen Tellerrand hinaus. Privat sei er ein Familienmensch. Musik begleite ihn und seine Familie – seine Frau ist ausgebildete Kirchenmusikerin, studierte Sopranistin – Konzerte und Gesang sind feste Bestandteile des familiären Alltags.