„Medikamentöse Tumortherapie“ jetzt auch ophthalmologische Zusatzweiterbildung

Nach einem Beschluss des Deutschen Ärztetages steht die Zusatzweiterbildung „Medikamentöse Tumortherapie“ in Zukunft auch Augenärztinnen und Augenärzten offen. Ein Schritt, der der medikamentösen Behandlung von Tumoren am Auge eine bundesweit festgesetzte und strukturierte Qualifikation zugrunde legt und auf den neben dem Berufsverband der Augenärztinnen und Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA) auch die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) gedrängt hatte.

Laut Prof. Dr. med. Vinodh Kakkassery, Chefarzt der Klinik für Augenheilkunde am Klinikum Chemnitz und Experte der Sektion DOG-Ophthalmologische Onkologie, stellt die medikamentöse Tumortherapie hohe Anforderungen an Erfahrung und Abstimmung. „Mit der neuen Zusatzweiterbildung schaffen wir klare Standards für Indikationsstellung, Durchführung und Überwachung“, so V. Kakkassery. Die Weiterbildung sei aber auch bei der Behandlung von Patienten von Nutzen, bei denen systemische Tumortherapien aus anderen Fachgebieten zu okularen Nebenwirkungen führten und die darum eine enge Zusammenarbeit mit anderen Disziplinen erfordere.