Er hat am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) seinen Zivildienst absolviert, an der LMU studiert, in München und Mainz gearbeitet – und kehrte nun als Klinikdirektor und Ordinarius für Neurochirurgie an die LMU zurück: Seit dem 1. Januar 2025 leitet Prof. Dr. med. Florian Ringel (53) die Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie in Großhadern als Nachfolger von Prof. Dr. med. Jörg-Christian Tonn, er stand der Neurochirurgie der LMU seit 2001 vor und wurde im März 2023 emeritiert. Zuletzt war Florian Ringel Direktor der Neurochirurgischen Klinik der Universitätsmedizin Mainz (UMM), von wo er als Chef zurückkommt. Dem LMU Klinikum ist der gebürtige Münchner schon seit Jahrzehnten verbunden: Nach dem Zivildienst 1990, offenbar eine prägende Zeit, studierte Ringel an der LMU und arbeitete anschließend im renommierten Institut für Chirurgische Forschung in Großhadern. Von 2006 bis 2015 war Florian Ringel am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, zuletzt als Leitender Oberarzt und Stellvertretender Direktor bei Prof. Dr. med. Bernhard Meyer an der Neurochirurgischen Klinik. Anfang 2016 wechselte er nach dem Abgang von Prof. Dr. med. Alf Giese in Mainz als kommissarischer Direktor der Neurochirurgischen Klinik an die UMM, 2017 wurde er offizieller Klinikdirektor und Nachfolger. Florian Ringel ist aktuell Präsident der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG). Ein wesentlicher Schwerpunkt der klinischen Tätigkeit von Florian Ringel bildet die neurochirurgische Onkologie, insbesondere die chirurgische Behandlung von Hirntumoren unter Einbindung modernster präoperativer Bildgebung. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der vaskulären Neurochirurgie, bspw. bei Aneurysmen. Dritter Schwerpunkt ist die komplexe Wirbelsäulenchirurgie. Ringel möchte am LMU Klinikum unter Einbindung der Robotik ein Zentrum für Wirbelsäulenchirurgie etablieren. Im Bereich Forschung liegt dem Neurochirurgen die Neuroonkologie und hier insbesondere der Funktionserhalt nach Tumorresektionen am Herzen. Eine eigene Arbeitsgruppe soll sich um spinale Infektionen kümmern. Er habe ein dynamisches und engagiertes Team vorgefunden, sagt Ringel. „Für die Zukunft möchte ich gerne unsere Arbeit noch sichtbarer machen, Patienten auf höchstem Niveau versorgen und die Forschung vorantreiben.“
