Neues Diagnosegerät zur Glaukomfrüherkennung

Die Technische Hochschule Köln entwickelt derzeit innerhalb des Projektes FALCO ein kostengünstiges Diagnosegerät zur frühzeitigen Erkennung des Glaukoms. Das Gerät basiert auf dem Verfahren der optischen Kohärenztomografie (OCT), bei dem hochaufgelöste, dreidimensionale Aufnahmen der Netzhaut des Auges angefertigt werden, um Verformungen an der Oberflächenstruktur sichtbar zu machen. Bei den bisherigen OCT-Geräten fährt ein Laserstrahl automatisch über das Auge und misst es. Die für diese Bewegung benötigten Komponenten sind sehr teuer. Bei dem neuen Verfahren bleibt der OCT-Messstrahl stationär und das Auge bewegt sich stattdessen während der Messung. Die Patienten richten ihre Augen während der Messung auf ein sich bewegendes Fixationsobjekt, beispielsweise einen leuchtenden Punkt. Die aufgezeichneten Daten werden algorithmisch behandelt und bewertet. Die Vorteile sind ein kostengünstigeres System sowie eine Minimierung der sogenannten Bewegungsartefakte – diese entstehen, wenn sich das Auge während des herkömmlichen automatisierten Scanverfahrens bewegt. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahme „Forschung an Fachhochschulen in Kooperation mit Unternehmen“ (FH-Kooperativ) bis 2026 mit rund 1,3 Millionen Euro gefördert.

Das Vorhaben „Fourier-Algorithm basiertes Low-Cost-OCT zur Glaukom-Vorsorge“ (FALCO) wird von Prof. Dr. Uwe Oberheide vom Institut für Angewandte Optik und Elektronik (AOE) der TH Köln geleitet in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Stefan Altmeyer vom AOE, der für die Entwicklung und Umsetzung passgenauer Algorithmen verantwortlich ist. Projektpartner ist die OCUMAX Healthcare GmbH aus Hannover.