Neuromodulation statt Fundoplikatio: Kleiner Stimulator stoppt Reflux

Weltweit leiden sieben bis 20 Prozent aller Menschen an einer gastroösophagealen Refluxkrankheit (GERD). Bei etwa  vier bis sieben Prozent von ihnen spricht die Erkrankung nicht (ausreichend) auf PPI an oder die Medikamente werden nicht vertragen. In diesen Fällen kann eine Operation Abhilfe schaffen. Als Alternative zur Fundoplikatio steht seit einigen Jahren das EndoStim-Verfahren zur Verfügung. Das System besteht aus zwei Elektroden, die am unteren Ösophagussphinkter fixiert werden, und einem in der Bauchdecke implantierten Stimulator, der elektrische Impulse an die Elektroden sendet. Diese Impulse wirken so auf die Nerven des Schließmuskels ein, dass er wieder richtig abdichten kann. Der Stimulator lässt sich von außen drahtlos programmieren und an die individuellen Bedürfnisse der Patienten anpassen. Viele Studien zeigten bereits, dass diese Neuromodulation die Säurebelastung des Ösophagus deutlich und anhaltend reduziert. Der Großteil der Patienten kann danach auf PPI verzichten.
EndoStim eignet sich auch für Spezialfälle, etwa bei Reflux nach Schlauchmagenanlage, wenn eine Fundoplikatio nicht mehr in Frage kommt. Eine weitere Herausforderung sind für alle bisherigen OP-
Methoden Motilitätsstörungen der Speiseröhre, zumal es kein Medi­kament gibt, das auf die Peristaltik des Ösophagus Einfluss nimmt.
EndoStim bewirkt bislang als einzige Technik eine Besserung der Motilität. Damit lassen sich etwa Patienten mit GERD bei CREST-Syndrom oder nach POEM erfolgreich therapieren.

EndoStim BV, Alexander Schwarz, Toernooiveld 300, NL-6525 Nijmegen
aschwarz@endostim.com

Einen aktuellen Überblick über das Verfahren erhalten Sie während des 136. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie in München auf dem Symposium „EndoStim bei Reflux – und wo noch?“ am Donnerstag, dem 28.3.2019 von 12.15–13.15 Uhr in Saal 11.