Dr. med. Matthias Liebl (48), Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und bis April 2026 Chefarzt der Unfallchirurgie bei Helios in Meiningen, möchte in den kommenden Jahren in am Südharz-Klinikum Nordhausen den Fokus vor allem auf den weiteren Ausbau der Orthopädie legen. Die Bewerbung auf die Stelle in Nordhausen sei für ihn u.a. interessant gewesen, da am Nordhäuser Klinikum Unfallchirurgie und Orthopädie unter einem Dach eng zusammenarbeiten, heißt es in der Presseinformation des Klinikums. Seit dem 1. Mai 2026 ist Liebl neuer Chefarzt am Südharz-Klinikum. Der Unfallchirurg folgte dem langjährigen Chefarzt Dr. med. Holger Reichel nach, der weiterhin am MVZ Nordhausen arbeiten wird. Das Klinikum verfüge neben der Orthopädie über alle Fachabteilungen, die ein Maximum an Patientensicherheit garantieren. Wichtig für die Nachsorge der operierten Patienten sei bspw. auch die komplexe Nachsorge und in deren Mittelpunkt die Rehabilitation. Dazu sei keine Überweisung in eine andere Klinik nötig, den Patienten stehe die fachliche Expertise des Zentrums für Rehabilitation und Physiotherapie zur Verfügung. Davon verspricht sich der Neue eine optimale Nachsorge. Wichtig für den gebürtigen Franken sei auch die Zusicherung, dass man am Haus etwa bei Endoprothesen auf höchste Qualität Wert legt und es insbesondere keine Lieferprobleme geben werde. Noch fährt Liebl übers Wochenende zurück zu seiner Frau und den beiden Kindern in den Heimatlandkreis, wo er auch noch Dienst als Notarzt macht. Er habe schon sehr frühzeitig eine Ausbildung im Rettungsdienst gemacht, schließlich auch zum Notarzt und könne so auch in seiner Freizeit Menschenleben retten. Er empfinde das auch als Teil seiner Berufung als Mediziner, sagt er, der perspektivisch Verantwortung für fünf Oberärzte und acht Fach-/Assistenzärzte hat. Matthias Liebl wurde in Roth bei Nürnberg geboren, machte 1997 sein Abitur und anschließend die Ausbildung zum Rettungsassistenten. Er studierte dann in Erlangen, wo er 2006 auch promoviert wurde. Seine Facharztausbildung machte er am Nürnberger Südklinikum, wechselte danach als Oberarzt an die Kreisklinik Roth. 2015 bis 2019 bekleidete er eine erste Chefarztstelle für Unfallchirurgie am Stadtkrankenhaus Schwabach und hat sich dann in einer orthopädischen Belegarztpraxis in Nürnberg niedergelassen. Im Februar 2023 übernahm er die Chefarztnachfolge am Krankenhaus Haßfurt und wechselte im August 2023 auf die nächste Chefposition zu Helios in Meiningen, wo er jetzt dem Clusterwahn zum Opfer fiel und der Chefarzt aus Bad Kissingen die standortübergreifende Regie für die Unfallchirurgie freundlicherweise übernommen hat.
