Die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg hat Privatdozent Dr. med. Florian Herrle, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie an den RoMed Kliniken Prien und Wasserburg, zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Mit dieser Auszeichnung werde seine herausragende wissenschaftliche Arbeit ebenso gewürdigt wie sein unermüdlicher Einsatz für die Weiterentwicklung in den Fachbereichen Darm-, Beckenboden- und Hernienchirurgie. Florian Herrle genieße für Publikationen, Vorträge und Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses überregional große Anerkennung. Der gebürtige Nürnberger studierte in Tübingen und Freiburg, startete seine berufliche Laufbahn am St. Claraspital Basel und wechselte 2005 an die Chirurgische Klinik der Universitätsmedizin Mannheim. Dort habilitierte er sich Ende 2016 und leitete als Oberarzt das zertifizierte Exzellenz-Zentrum für Darmchirurgie. Programme wie ERAS und die Prähabilitation führte er erfolgreich ein – in Prien hat er sie gemeinsam mit seinem Team seit Übernahme der Chefposition 2023 als „Prien-Aktiv“ etabliert. Seit Anfang 2024 leitet Herrle auch die Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Wasserburg. Erst jüngst zeigte Herrle als Studienleiter der internationalen DeloRes-Studie auf, welche OP-Methode beim Rektumprolaps mehr Vorteile bietet: Die durch den Bauch operierte sog. minimalinvasive Resektionsrektopexie schlägt das sogenannte Delorme-OP-Verfahren, bei dem vom Enddarm aus operiert wird. Die hochwertige Publikation der Studienergebnisse zeigt: Die Resektionsrektopexie ist effektiver, verzögert das Wiederauftreten des Prolapses signifikant und weist nach 24 Monaten günstigere funktionelle Ergebnisse bei der Stuhlinkontinenz auf. Dieses OP-Verfahren führt Herrle mit hoher Sicherheit und besonderer Expertise in Prien und Wasserburg durch. Studien dieser Art sind für die Fortentwicklung medizinischer Leitlinien und verbesserter Behandlungsstandards von enormer Bedeutung und kommen den Patienten direkt zugute.
