Das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung (Zi) führte im letzten Jahr eine Umfrage unter rund 3.100 Praxisinhabern durch, um die Zufriedenheit mit den Praxisverwaltungssystemen (PVS) zu ermitteln. Dabei wurden 32 unterschiedliche Systeme berücksichtigt, die zusammen einen Marktanteil von 77,4% ausmachen. Der Schwerpunkt lag auf der Benutzerfreundlichkeit der Systeme.
Im Durchschnitt bewerteten die Befragten die Benutzerfreundlichkeit der Systeme mit 63,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 100. Damit gab es eine leichte Verbesserung von 3,4 Punkten im Vergleich zum Vorjahr. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Befragten ihre Software weiterempfehlen würden, lag bei durchschnittlich 5,7 auf einer Skala von 1 bis 10.
Rund die Hälfte der Befragten zeigte sich unzufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis und bemängelte insbesondere die fehlende Preistransparenz. Systemübergreifend wurden das Einlesen der elektronischen Gesundheitskarte (82%) und die Konnektor-Verbindung zur Telematikinfrastruktur (81%) als besonders fehleranfällig bezeichnet. Etwa ein Drittel der Befragten zeigte sich zudem unzufrieden mit dem Kundensupport. 40% der Nutzer empfanden die Erreichbarkeit des Supports als schlecht, während 50% die Kosten für den Support als zu hoch beurteilten.
Viele Nutzer, die einen Wechsel in Betracht zogen, begründeten dies zu 60% mit der mangelnden Benutzerfreundlichkeit der Systeme und zu 40% mit zu hohen Lizenzgebühren. Unter denjenigen, die ihre Software tatsächlich gewechselt haben, berichteten 72%, dass der Wechsel problemlos verlief.
Eine detaillierte Auswertung der Umfrageergebnisse ist auf der Webseite des Zi einsehbar.
