RIEMSER Pharma GmbH: Hyaluronidase® (Hylase „Dessau“) als Zusatz zur Lokalanästhesie

Die Ko-Applikation von Lokalanästhetikum und Hyaluronidase ist heute in vielen Kliniken und Praxen etablierter Standard. Das in Deutschland ausschließlich als Hylase®  „Dessau“ erhältliche Enzym wird unter anderem bei okuloplastischen Eingriffen im Lidbereich und in der Retrobulbärchirurgie in Kombination mit Lokalanästhetika eingesetzt.  Durch die diffusionssteigernde Wirkung werden bei  Ko-Applikation der Hyaluronidase nachweislich die operativen Bedingungen optimiert [1, 2]. Blepharoplastiken sind in der okuloplastischen Chirurgie regelmäßig durchgeführte Eingriffe. Funktionelle Indikationen sind beispielsweise Gesichtsfeldeinschränkungen oder chronische Entzündungen in der Umschlagfalte. Eine kosmetische Indikation liegt zum Beispiel bei einer störenden Dermatochalasis an den Oberlidern vor.
Bei Ober- und Unterlidblepharoplastiken bietet der Einsatz eines CO2-Lasers deutliche Vorteile. Das kohärente Licht mit einer Eindringtiefe von 0,1 bis 0,2 Millimeter ermöglicht dem Operateur genaue Präparationen im Augenlidbereich, der sich durch dünne Haut ohne subkutanes Fettgewebe und eine ausgeprägte Vaskularisation auszeichnet. Gerade der Zusatz der Hyaluronidase zur Lokalanästhesie optimiert trotz thermischer Reaktionen und einer Reizung der Nozizrezeptoren den Einsatz [1]. Zur Infiltrationsanästhesie eignet sich ein Gemisch aus 0,5 ml Bicarbonat 8,4 %, 0,5 ml Hyaluronidase 150 I.E., 2,0 ml Bupivacain 0,5 % sowie 2,0 ml Lidocain 1 % mit Adrenalinzusatz.

1. Emmerich KH (2016) Bericht aus der Praxis: Kasuistik, Hyaluronidase bei Blepharoplastiken. Ophthalmologische Nachrichten 07: 22
2. Fachinformation Hylase® „Dessau“ 150 I.E., Stand November 2018

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