Rummelsberg: Murat Yörük löst Chefarzt Erwin Lenz in der Wechselendoprothetik ab

Erwin Lenz (re.) übergibt an Murat Yörük © Uwe Niklas/Sana

An der Klinik für Wechsel-, Sonder- und septische Endoprothetik am Krankenhaus Rummelsberg gibt es einen altersbedingt geplanten Chefarztwechsel. Dr. med. Erwin Lenz (66) rückt zum offiziellen Renteneintritt ins zweite Glied und der bisherige leitende Oberarzt Dr. med. Murat Yörük (45) hat ab März 2026 das Sagen. Durch das offizielle Erreichen des Rentenalters von Chefarzt Lenz tauschen die beiden nun die Rollen. Für die geregelte Übergabe hatte die Sana-Geschäftsführung im Juli 2023 bereits die Weichen gestellt, als Murat Yörük nach Rummelsberg verpflichtet wurde. Zuvor war Yörük schon Chefarzt im Helios Spital Überlingen. Der in Bad Driburg gebürtige Yörük hat in Essen studiert und wurde dort auch 2017 promoviert. Seinen Facharzt hat er im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum und in Gelsenkirchen-Buer gemacht. Von dort aus wechselte er als Oberarzt zu Prof. Dr. med. Rudolf Ascherl nach Tirschenreuth – worüber auch Verbindung und Kontakt zu Erwin Lenz entstanden sind. Lenz kam 2008 von der Frankenwaldklinik Kronach, wo er Chefarzt war, nach Rummelsberg als leitender Oberarzt in die Klinik von Rudolf Ascherl. Zwei Jahre später übernahm er dann die Chefarztstelle in Rummelsberg und hatte diese 18 Jahre inne. Jährlich werden hier über 600 Patienten versorgt. Davon benötigen über 400 Wechseloperationen – bei fast einem Drittel liegt ein Infekt im Kunstgelenk vor, bei vielen sogar eine Sepsis. Yörük beherrscht als Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie das gesamte Repertoire der Primär- und Wechselendoprothetik – auch hat er besondere Expertise in der Sonder-Endoprothetik mit 3D-Druckverfahren, Traumaendoprothetik, Hüft- und Beckenchirurgie inkl. Acetabulum. In seiner Zeit in den BG-Kliniken war Yörük auch in der Versorgung Schwerstverletzter aktiv – bodengebunden und in der Luftrettung. In Sachen Wechselendoprothetik sei man bundesweit eine Leuchtturm-Klinik und daran soll sich auch in Zukunft nichts ändern, sagt Yörük.