Salzburg: Johannes Holfeld ist Vorstand der Herzchirurgie

Johannes Holfeld © SALK

Der Herzchirurg Prof. Dr. Johannes Holfeld (47) ist seit April 2026 neuer Vorstand der Universitätsklinik für Herzchirurgie Salzburg – er bringe umfassende klinische und wissenschaftliche Expertise in die Position ein. Er folgt auf Prof. Dr. Rainald Seitelberger (68), ebenfalls ein Wiener, der die Salzburger Herzchirurgie seit 2011 leitete und 2025 in den Ruhestand wechselte – die Klinik war zuletzt unter kommissarischer Führung. Mit Holfeld stärken die Salzburger Landeskliniken ihre Position als führendes Zentrum für hochspezialisierte Herzchirurgie und universitäre Spitzenmedizin. Der Wiener Holfeld war zuletzt am Deutschen Herzzentrum München und davor an der Innsbrucker Universitätsklinik für Herzchirurgie tätig. Internationale Erfahrungen sammelte er u.a. auch bei verschiedenen Forschungsaufenthalten an Zentren in den USA wie etwa in Houston, wo er mit Nobelpreisträger Ferid Murad zusammenarbeitete, in New York sowie in Deutschland. Die medizinischen Schwerpunkte von Holfeld liegen in der Chirurgie schwerstkranker Patienten mit Herzinsuffizienz und der minimalinvasiven Herzchirurgie. Dazu zählen moderne Herzklappenchirurgie, Bypass-Operationen und die Aortenklappenrekonstruktion. Neben der klinischen Tätigkeit engagiert er sich intensiv in Fachgesellschaften und ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Herzchirurgie der österreichischen kardiologischen Gesellschaft (ÖKG). In Ergänzung zu seiner medizinischen Ausbildung erwarb er einen Master in Healthcare Management an der Middlesex University in Großbritannien. In einem aktuellen Intervier sagt der neue Vorstand, dass sein beruflicher Werdegang von einer breiten herzchirurgischen Ausbildung und Erfahrungsschatz geprägt sei, den er bewusst an führenden Zentren gesammelt habe. Bald nach dem Studium in Wien ist er an die Universitätsklinik in Innsbruck gegangen, der aus seiner Sicht führenden Herzchirurgie der letzten Jahre in Österreich, insbesondere bei minimalinvasiven Eingriffen. Dort habe er eine Ambulanz für Patienten mit Herzinsuffizienz aufgebaut, die von überall zugewiesen wurden, da man sie anderswo nicht mehr operiert hat. Auch habe er dort eine große Forschungsgruppe aufgebaut und eine regenerative Therapie entwickelt, die bereits international an großen Kliniken zum Einsatz komme. Die letzten beiden Jahre habe er am Deutschen Herzzentrum München noch unglaublich wertvolle Erfahrungen sammeln und Eindrücke gewinnen dürfen, die sein chirurgisches und organisatorisches Handeln maßgeblich beeinflussen.