Universitätsklinikum Augsburg: Katharina Beyer folgt als Direktorin der Chirurgischen Klinik Matthias Anthuber nach und ist zugleich neue Ordinaria der Medizinischen Fakultät

Katharina Beyer © Universität Augsburg

Matthias Anthuber © Klinikum Augsburg

Die Medizinische Fakultät der Universität Augsburg und das Universitätsklinikum Augsburg (UKA) haben am 1. Juli 2025 Prof. Dr. med. Katharina Beyer (44) als Inhaberin des neuen Lehrstuhls für Allgemein- und Viszeralchirurgie an der Fakultät und als Direktorin der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie begrüßt. Mit der Berufung auf das Ordinariat gewinne die Universitätsmedizin eine ausgewiesene Expertin für onkologische und robotische Chirurgie, deren wissenschaftliches Profil ideal zur translationalen und interdisziplinären Forschungsstrategie der Fakultät passe. Katharina Beyer hat die Nachfolge von Prof. Dr. med. Matthias Anthuber (66) angetreten, der die Geschicke der Augsburger Chirurgie seit Sommer 2004 lenkte, und nun emeritiert wurde. Seit Anfang 2022 war Anthuber auch W3-Professor (Vertretungsprofessur) für Allgemein- und Viszeralchirurgie der Medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. Die Schwerpunkte von Katharina Beyer umfassen in der Forschung die Weiterentwicklung minimalinvasiver und robotischer Verfahren in der Ösophaguschirurgie und auch immunologische Fragestellungen in der Tumor- und Transplantationsforschung. Klinisch hat sie einen Fokus auf Tumoren des Magen-Darm-Trakts, insbesondere von Tumoren von Ösophagus und Magen. Ferner möchte sie die robotische Chirurgie am UKA ausweiten. Neben ihrer klinischen Expertise in der Therapie gastrointestinaler Tumoren, arbeitet sie mit innovativen Methoden wie Organoidmodellen, Fluoreszenzbildgebung und präklinischen Transplantationsmodellen. Zudem entwickelt sie Konzepte für den Einsatz digitaler Technologien im klinischen Alltag: Von der Anwendung digitaler Workflows zur Standardisierung chirurgischer Abläufe bis hin zu KI-gestützten Prognosemodellen bei Speiseröhrenoperationen. Durch diese Projekte wird an der Fakultät nicht nur der Forschungsschwerpunkt Medizinische Informationswissenschaften gestärkt, sondern auch ein aktiver Beitrag zur Bewältigung drängender Herausforderungen im Gesundheitswesen geleistet. Die interdisziplinären Vernetzungsmöglichkeiten in Augsburg, insbesondere mit dem Institut für Theoretische Medizin und dem geplanten Zentrum für Integrierte und Translationale Forschung, bieten ideale Bedingungen zur Profilbildung des neuen Lehrstuhls. Gemeinsam mit ihrem Team plant Beyer eine Stärkung der onkologischen und robotischen Chirurgie insgesamt. Ein besonderes Anliegen ist ihr, am UKA ein Zentrum für onkologische Magen- und Ösophaguschirurgie aufzubauen. „Mit Prof. Dr. Katharina Beyer gewinnen wir eine leidenschaftliche Chirurgin und engagierte Wissenschaftlerin, die innovative Forschung auf höchstem Niveau betreibt“, betont Prof. Dr. med. Martina Kadmon, Dekanin der Medizinischen Fakultät und selbst Chirurgin. Ein besonderes Anliegen von Katharina Beyer ist die Förderung des wissenschaftlichen und klinischen Nachwuchses. Bislang etablierte sie schon strukturierte Mentoring-Programme für den ärztlichen Nachwuchs und Studierende. Katharina Beyer studierte in Lübeck und wurde dort 2007 promoviert. 2011 wurde sie Fachärztin für Chirurgie, 2014 Fachärztin für Viszeralchirurgie. 2018 erwarb sie die Zusatzweiterbildung „Spezielle Viszeralchirurgie“ und habilitierte sich in Greifswald. Die klinischen Stationen von Katharina Beyer waren die Universitätsklinika Gießen-Marburg, Greifswald und der Charité Universitätsmedizin Berlin, wo sie nach dem Wechsel von Prof. Dr. med. Martin E. Kreis in den Vorstand der Charité, seit 2021 kommissarische Direktorin der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Charité Campus Benjamin Franklin war.