Weilheim: Jörg Hawlitzky ersetzt Peter Baumann als Chef der Gefäßchirurgie

Jörg Hawlitzky © Krankenhaus Weilheim

Lehrer löst Schüler ab – auch so könnte die Überschrift lauten: Dr. med. Jörg Hawlitzky (59) ist seit Anfang März 2026 der neue Chefarzt der Abteilung für Gefäß- und Endovaskularchirurgie am Weilheimer Krankenhaus. Und, er kam mitsamt seinem kompletten Ärzteteam aus München-Süd, der ehemaligen Rinecker-Klinik. In Weilheim hat er die Nachfolge seines ehemaligen Schülers Dr. med. Peter Baumann (55) angetreten, der das Haus aus privaten Gründen verlassen habe – so lautet zumindest die Information der Lokalpresse. Der aus der Ingolstädter Gegend stammende Baumann war seit Mitte 2016 Chefarzt in Weilheim und arbeitete zuvor seit 2009 im Benedictus-Krankenhaus Tutzing bei Jörg Hawlitzky als leitender Oberarzt. Dort war er wesentlich am Aufbau der Gefäßchirurgie beteiligt. Der Neu-Weilheimer Jörg Hawlitzky studierte in Aachen, wo er 2005 auch promoviert wurde. Er machte anschließend seine chirurgische Ausbildung u.a. am Marienhospital Aachen und am Stadtkrankenhaus Worms. Die Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie folgte am Luisenhospital Aachen, wo er danach als Oberarzt arbeitete. Der gebürtige Karlsruher kann auf über ein Vierteljahrhundert Erfahrung und viel Know-how zur Gefäßchirurgie zurückschauen. Ab 2008 baute er am Benedictus-Krankenhaus in Tutzing die Klinik für Gefäßchirurgie auf und leitete diese bis 2016. Im Anschluss wechselte er innerhalb der Artemed-Trägerschaft als Chefarzt an das Artemed Klinikum München Süd. Nun bringt er das in dieser Zeit erworbene Wissen gemeinsam mit seinem Team am Krankenhaus Weilheim ein. Bereits seit Dezember 2025 ist Dr. med. Mareike Benedikt, seine leitende Oberärztin und Stellvertreterin, am Krankenhaus Weilheim tätig. Sie unterstützte die Weilheimer Gefäßchirurgie bis zum Start von Jörg Hawlitzky als kommissarische Leiterin. Dass Hawlitzky mit Team aus der Landeshauptstadt kommt, war den Weilheimern durchaus recht. Die Klinik für Gefäßchirurgie wächst mit der Neuaufstellung von vier auf fünf Ärzte. Fachlich liegen die Schwerpunkte des Teams auf der Behandlung von Durchblutungsstörungen, Aortenaneurysmen und Erkrankungen der Halsschlagader. Bei Aneurysmata kommen vorwiegend minimalinvasive Verfahren zum Einsatz. Hawlitzky ist in diesem Bereich weithin bekannt. Übrigens, ohne den Hybrid-OP, der vor zwei Jahren angeschafft wurde und im Kreistag nicht unumstritten war, „wäre ich nicht gekommen“, stellt Hawlitzky fest.