Hermann-Josef Winkelmann (60) ist neuer Chefarzt der Chirurgie im Gertrudis-Hospital Westerholt in Herten. Seine ältere Schwester Dr. med. Elisabeth Winkelmann hat Anfang 2026 ihr Amt an den „kleinen Bruder“ weitergegeben – sie war rund dreißig Jahre in Westerholt tätig und unterstützt im Unruhestand noch weiter das Team. Sie und ihr Bruder, die Winkelmanns waren zuhause sechs Geschwister, kamen 1996 vom St.-Hedwig-Hospital Gelsenkirchen nach Westerholt – im April 1999 wurde Elisabeth Winkelmann Chefärztin der Chirurgie und Ärztliche Direktorin – der Leitungsposten bleibt also weiterhin in Familienhand. In der Klinik für Chirurgie, Minimalinvasive Chirurgie und Unfallchirurgie im Gertrudis Hospital ist fortan der Co-Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Wedemeyer, seit Frühjahr 2025 den Bereich Orthopädie und Unfallchirurgie innerhalb der Klinik zuständig. Wedemeyer schwört schon lange auf die prima Zusammenarbeit mit Elisabeth Winkelmann, die vor Jahren schon im ambulanten OP-Zentrum des Gertrudis-Hospitals Westerholt begann. Elisabeth Winkelmann, ehemalige Ärztliche Direktorin des Gertrudis-Hospitals, hat auch dieses Amt abgegeben. Ihr Bruder war seit langen Jahren der Leitende Oberarzt der Klinik, was er wohl auch lieber geblieben wäre. Seit Sommer 2025 ist Elisabeth Winkelmann übrigens neue Vorsitzende des Verwaltungsbezirks Recklinghausen der Ärztekammer Westfalen-Lippe. Sie folgte in diesem Amt auf Dr. med. Hans-Ulrich Foertsch, der seit 1974 fast durchgängig Vorsitzender war. Hermann-Josef Winkelmann möchte künftig die Spezialisierung des Hauses weiter vorantreiben und auch künftig noch oft am Operationstisch stehen. Das Haus führt mit die meisten Operationen bei Zwerchfellhernien deutschlandweit durch, auch beim Leistenbruch ist man ganz vorne dabei. Auch gelte weiterhin, die Existenz des Gertrudis zu sichern. 2024 stand die Zukunft des kleinen Hauses schon auf der Kippe und das Gesundheitsministerium von NRW wollte die Geriatrie, ein wichtiges Standbein, ins Marien-Hospital Marl verlagern. Das scheine vom Tisch und im Prinzip habe das Ministerium die Abteilungen in Westerholt akzeptiert.
