Zürich-Berlin: Didier-Patte Award für Schulthess-Charité-Team

Doruk Akgün (li.) und Philipp Moroder (re.) © PD

Der mit 3000 Euro dotierte Didier-Patte-Award 2025 der European Society for Surgery of the Shoulder and Elbow (SECEC) geht an das Forschungsteam von Prof. Dr. med. univ. Philipp Moroder von der Zürcher Schulthess Klinik und Privatdozent Dr. med. Doruk Akgün von der Charité Universitätsmedizin Berlin. Akgün ist seit Mitte 2021 Leiter der Schulter- und Ellbogenchirurgie an der Charité Universitätsmedizin. Der Österreicher Moroder war von 2018 bis 2021 Akgüns Vorgänger an der Charité Universitätsmedizin Berlin und wurde dann leitender Arzt der Schulter- und Ellbogenchirurgie an der Schulthess Klinik – seit Anfang 2026 ist er dort stellvertretender Chefarzt. Die beiden Experten verbindet nicht nur die enge fachliche Kooperation zwischen den beiden Kliniken, sondern auch eine langjährige Freundschaft. Ausgezeichnet wurde eine Serie wissenschaftlicher Arbeiten zu implantatassoziierten Infektionen nach Schulteroperationen. Die höchstdotierte wissenschaftliche Auszeichnung der Fachgesellschaft wird alle zwei Jahre verliehen. Für das deutsch-schweizerische Team ist es bereits die zweite Ehrung nach 2023 für Publikationen zu Diagnostik und Therapie von Infektionen im Zusammenhang mit Schulterimplantaten. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Zentren besteht schon seit mehreren Jahren und verbindet klinische Erfahrung mit internationaler Forschungsarbeit. Der Award erinnert an den französischen Chirurgen Didier Patte, der die SECEC gemeinsam mit dem Schweizer Norbert Gschwend gründete. Gschwend leitete die Schulthess Klinik über 30 Jahre hinweg und gilt als einer der Pioniere der Gelenkersatzchirurgie.